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Von der Philosophie. 607
j begab sich nach verschiednen Begebenheiten,mit seinen beyden Söhnen nach Corinth,
! wo er den übrigen Theil seines Lebens zu-brachte. Als der Krieg zwischen den The-banern unddenLacedämomemausbrach,und die Athenienser sich entschlossen, denletztem beyzustehn, so schickt er seine beydenSöhne nach Athen. Gryllus that sich inder Mantineischen Schlacht besonders her-vor, und er soll der gewesen seyn, der denEpaminondas in dem Gefechte verwunde-te. Er überlebte eine so rühmliche Thatnicht lange, und ward selbst getödtet. SeinVater erhielt die Nachricht davon, zu ebent der Zeit, da er opferte. Er nahm denKranz von seinem Haupte: Wie er aber von^ dem Boten hörte, daß sein Sohn auf einerühmliche Weise, mit den Waffen in der> Hand, gestorben wäre, so sehte er densel-ben gleich wieder auf, fuhr im Opfern fort,ohne eine einzige Thräne zu vergießen, undsagte ganz gelassen: Ich wußte wohl,
- daß dieser Sohn, den ich gezeugt habe,sterblich wäre. Sehet da eme Standhaf-tigkeit, oder, soll ich sagen? eine Härte,die sehr spartanisch war.
Tenophon starb, da er über neunzigJahr alt war, im ersten Jahre der 105.Olympiade.
Von
I-w.I.
ZS44.vor L.G.zü».