Von der Philosophie. 6 z 5
bezahlen konnte, den die Fremden alle J ahrin die Schatzkammer der Stadt Athen brin-gen mußten. Plutarch erzählt, man habe Flamin-ii ihn schon einmal nach dem Gefängnisse ge-' schleppt, weil er diesen Tribut nicht entrich-tet hatte; der Redner Lycurgus aber habefür ihn bezahlt, und ihn dadurch den Hän-den der Pächter entrissen , die oft gegen dieVerdienste der Gelehrten nicht sehr empfind-lich sind. Als Lenocrates einige Lage her-nach den Söhnen seines Erretters begegnete,so sagte er zu ihnen: Ich bezahle euremVater die Gefälligkeit, die er mir er-^ wiesen hat, mit Zinsen wieder; dennh ich bin Ursache, daß er von aller Weltgelobt wird. Diogenes Laertius führt W-! von ihm eine ganz ähnliche Begebenheit an, tnXensc'r.
- die vielleicht eben dieselbe ist, undnurdurchs einige Umstände verstellt seyn mag. Ers sagt, die Athenienser hätten ihn verkauft,j weil er die Kopfsteuer der Fremden nicht be-, zahlen können; er wäre von Demetl'ius von^ Phalera gekauft, und sogleich in Freyheit! gesetzt worden. Es ist eben nicht wahrschein-! lich, daß die Athenienser mit einem Philos: sophen, der so berühmt war, wie AlliXra-^ tes, so hart verfahren seyn sollten,l Man hatte zu Athen einen grossen Be- A^ griff von seiner Redlichkeit. Er mußte ein- «alb.»..«'
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