Band 
Zwölfter Theil.
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Von Der Philosophie. 67 r

Er bezeigte eine außerordentliche Ver-achtung gegen das ganze menschliche Ge-schlecht. Er spazirte am hellen Mittage! mit einer angezündeten Laterne herum, undals man ihn fragte, was er suche, antwor-tete er: Ich suche einen Menschen.

Er sah einmal einen Menschen, der sichvon einem Sclaven seine Unterkleider an-ziehen ließ. Du wirft, sagte er zu ihm,! nicht eher zufrieden seyn, bis er dir die, Nase ausschneutzt. Wozu nützen dirdeine Hände?

Ein andermal gieng er vor Richtern vor-bey, die einen Menschen zum Tode führten,der aus dem öffentlichen Schatze, eine klei-ne Phiole geraubt hatte. Hiev führen,sagte er, grosse Diebe einen kleinen.

Einmal brachten Aeltern e^nen jungeni Menschen zu ihm, daß er seinSchüler seyn soll-te, und sagten außerordentlich viel Gutes vonihm, daß er mäßig und gesittet wäre, undsehr viel wüßte. Diogenes hörete alles. sehr ruhig an, und sagte: Weil er sovollkommen ift, so braucht er michz nicht.

Man hat ihm schuld gegeben, daß ervon der Gottheit übel dächtt, und übelredete. Er sagte, daß das beständigeGlück des HarpaluS, der durchgängig

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