Von der Philosophie. 77z
„den muß, als das geringste thun, welches„der Treue und Gerechtigkeit entgegen«wäre?,.
Diese Art zu Wessen, welche Zeno aufdie Gewißheit der klaren und deutlichen Be-griffe gründet, zeiget die Falschheit desGrundsatzes, welcher in der Schule der Pesripatetiker insgemein angenommen ward:
Daß alle unsre Begriffe von den Sin-W^MN herkommen. Denn wir begreifen, "uqusr.wie die Logik der Schule im Port - Royal fuertr tn"anmerkt, nichts deutlicher, als unsre eignen ^Gedanken, und es ist kein Satz, der unsklarer seyn könnte, als dieser: Ich denke,also bin ich. Nun könnten wir nicht diegeringste Gewißheit von diesem Satz haben,wenn wir keinen deutlichen Begriff hätten,was seyn und was denken heißt. Mandarf nicht fordern, daß wir diese Begriffeweiter erklären, weil sie zu der Zahl derje-nigen gehören, welche von der ganzen Weltso wohl verstanden werden, daß man sie nurverdunkeln würde, wenn man sie erklärenwollte. Wenn man nicht läugnen kann,daß wir Begriffe haben, waö seyn und Den-ken ist: so sage man uns, durch welcheSinne sie in unsern Verstand gekommen sind.
Man muß also zugaben, daß diese BegriffeCcc z auf