Von der Philosophie. 777
den andern wieder dieselbe redete. Sie sag-ten, * der Zweck dieser Reden, wo sie eineSache und ihr Gegentheil vertheidigten, wä-re der, daß sie durch dergleichen Untersuchun-gen etwas, das wahr wäre, oder der Wahr-heit nahe käme, entdecken wollten. Derganze Unterscheid zwischen uns und denen,die etwas zu wissen glauben, sagten sie, istdieser: Die andern Philosophen geben ih-re Meynung ohne Bedenken für wahr undunzweifelhaft aus; und wir sind so beschei-den , daß wir die unsrige nur für glaublichund wahrscheinlich ausgeben. Sie fügtenhinzu, man beschuldige ihre Lehre ohne?oz.rc."'Grund, daß sie den Menschen zur Unthätig-keit führe, und die Pflichten des gemeinenLebens verwirre. Denn die Wahrschein-lichkeit sey allein schon hinlänglich, ihn zu be-wegen, vielmehr diesen, als einen andernEntschluß zu fassen. Wir haben vom Ci-cero eine vortrefliche Schrift, welche Lucul-lus heißt, und als das vierte Buch der Aca-Ccc 5 demi-
* Xcque noiirrie ciii^ur-icioncs quidquam aliud«§unr, nis, vc, in vrriimque ^rrem cücemloer nudiendo, elicirmr er »nqunm exprimrmc«liquid, quod «uc verum iic, >iur «didquginproxime »ccedsr.
Idk. 4. n. 7. 8 . Z