Von der Philosophie. 825
schwört, sondern auch, wenn man den Na-men GOttes in den Gesellschaften und in denGesprächen des gemeinen Lebens braucht.
Er würde also die Gewohnheit sehr gemiß-billigt haben, welche unterdessen sehr gemeingeworden ist, auch so gar unter rechtschaff-nen Leuten, bey aller Gelegenheit, und alswenn das mit keiner Sache weniger zu thunhätte, als mit der Religion, 0 mein GOtt!auszurufen.
Verschiedne Pflichten des bürgerlichen
Lebens. Schöne Grundsätze vonder Tugend.
Ein jeder muß das allgemeine Beste alsden Zweck ansehen, den er beständig vor * 'Augen haben soll. Denn wenn man keinenandern Nutzen kennt, als seinen eignen, undalles zu sich reißen will, so wird keine Artvon Gesellschaft unter den Menschen besstehen.
Alles, was aufder Erde ist, ist zum Nu-tzen des Menschen erschaffen worden, unddie Menschen selbst sind einer für den anderngemacht, damit sie sich durch gegenseitigeDienstleistungen unter einander helfen soll-ten. Man muß also nicht glauben, daß wirnur allein für uns gebohren sind. UnserGgg s Vater-