Band 
Zwölfter Theil.
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Von der Philosophie. 857

kann er sich seine Unwissenheit zu Nutzemachen, und für einen Thaler kauften,waSvielleicht tausend werth ist? Nach seinem Ge-wissen kann er es nicht.

Es ist ein unzweifelhafter* Grundsatz,sagt Nronep.Plato, welcher die Richtschnur aller Hand-lungen des bürgerlichen Lebens seyn muß,daßes niemals erlaubt ist, jemanden Unrecht zuthun, auch folglich nicht, Böses mit Bö-sem, Ungerechtigkeit mit Ungerechtigkeit zuvergelten, noch sich an seinen Feinden zu rä-chen, und auf sie selbst dasjenige Uebel zu-rückzukehren , was sie uns zugefügt haben.

Das lehrt uns so gar die gesunde Vernunft.

Aber die Heyden sind in diesem Stück derMoral nicht fest. „Derjenige ist ein ehrli-. „cher Mann, sagt Cicero, der jeder„mann nützlich zu seyn sucht, und keinem^ „Menschen schadet, zum wenigsten, wenn! „er nicht durch eine Beleidigung dazu ge-, reizt wird. „ Virnm bormm esse,proüc quibus posst; nocear nemini, ni-6 lacessms injuria.

, Unter den Gesetzen der Platonischen Re- pA,

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