Band 
Zwölfter Theil.
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852 Von der Rechtsgelehrsamkeit.

gen Juristen sagen, welche in den letzten Zei-ten das meiste Aufsehen gemacht haben.

Aemilius Papinianus.

N T s Papinianus stand bey dem Kayser Se-

"" verus , dem er in dem Amte eines Fiscalsnachgefolget war, in grosse Hochachtung.Man betrachtete ihn überall, als eine Zu-flucht der Gesetze, und als eine Schatzkam-mer der Rechtswissenschafft. Der Kayser«c-d.rh.i.Dalentinianus der dritte erhob ihn über'' alle Rechtsgelehrten, indem er den 7. No-vember 426. ein Gesetz gab, worinn er ver-ordnete, daß wenn sie über gewisse Punctenicht mit einander übereinkommen könnten,man derjenigen Meynung folgen sollte, wel-che sich auf die Meynung dieses grossen Gei-stes, wie er ihn nannte, gründen würde,«uj. t» Cujas halt ihn in der That für den aller-geschicktesten Juristen, der jemals gewesenund jemals kommen wird.

Der Kayser Severus wollte, daß ein sogrosses Verdienst, auch noch durch eine großeWürde sollte erhoben werden. Er machteihn also zum General über die Leibwache(praekeäius praetorii) zu dessen vornehm-sten Aemtern damals dieses gehörte, dieProcesse entweder mit dem Kayser oder in

seinen