854 Von der Rechtsgelehrsamkeit.
te, wo man ihn gewöhnlich den Sclaven zugeben pfleqte.
Auch Papinian konnte seiner Grausam-keit nicht entgehen. Man giebt vor, daßCaracalla hn nöthigen wollen, ihm eine Re-de aufzusetzen, um dadurch den Tod desGeta vor dem Senat oder vor dem Volkezu entschuldigen, er hakte ihm aber auf einegroßmüthige Weise geantwortet: Es istnicht so leicht ein Brudermord zu ent-schuldigen, als ihn zu begehen, und esist ein zweyter Mord einen Unschuldi-gen anzuklagen, nachdem man ihm das«Ek An- Leben genommen. Er erinnerte sich oh-I 7 .kap.,-.ne Zweifelder Vorwürffe,dieman demSe-neca gemacht hatte, daß er den Brief auf-gesetzt, welchen Nero an den Rath gerichstet, um den Mord seiner Mutter zu rechtfer-tigen. Man tödtete auch den Sohn desPapinians, welcher damals Quastor war,und noch drey Tage vor seinem Tode einprächtiges Spiel angestellet hatte.
Fabius Sabinus.
2--" 2. Der Kayser Heliogabalus gab einemHauptmann Befehl, den Sabinus zu töd-ten. Dieser Officier, welcher nicht wohl hör-te, meynte, daß er ihm sagte, er sollte ihn aus
der