Band 
[Theil II.]
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!. Von der Bildhauerkunst.

Gatter, z. B. von i6 Theilen nach der Höhe undBreite, und eine gleiche Abtheilung zeichnen sieauf die große Leinwand. Alsdann geben sie dar-auf genau Achtung, was jedes Viereck im Klei-nen enthalte, und zeichnen eben dasselhige in dasgroße Viereck, nach der Ordnung, die sich im Klei-nen darstellt. Auf diese Weise erscheint unver-merkt die kleine Figur in einer Größe, die derLeinwand gemäß ist. Wird irgend ein Leser bei-dieser Stelle zum Lachen bewegt, und sagt: erwisse dieses schon lange und besser; so mag er sichzugleich merken, daß sie nicht für ihn hergeschrie-ben worden, und wenn er es besser weis, er seineArt jungen Leuten mittheilen und nicht verhohlenmöchte.

§. ^ 4 .

Was für Köpfe die Anfänger kopirensollen.

Ich wünschte, daß der Kopf, den ein jungerSchüler nachmachen soll, einer von den vollkom-mensten in Marmor oder Gypö wäre, damit ersich die leichteste, schönste, beste und edelste Artder Kunst in seine Gedanken und in seine Einbil-dungskraft einprägte, und sich anfangs nicht gleichin Haare oder Barte einließe, wo er zwar für sichArbeit genug, aber weniger Nutzen finden würde.Wo nehmen aber wir Deutsche dergleichen anstän-dige Köpfe her ? Wir haben verschiedene solche vornAntiquen abgeformte Muster, die wir bey denD 2 meisten