Band 
[Theil II.]
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!. Von der Bildhauerkunst.

Man sieht im Antiquen auch Kopfstücke miteiner im Gewand halb eingewickelten Hand nahebey dem Kinn. Solche Köpfe sieht man in kostbarenSteinen gegraben, z. E. des F. Ursinus, woPhilemon, der syracusische Dichter, mit der Handam Bart, und dem Mantel um den Hals auseiner Medaille ausgedrückt vor Augen gestelltwird. Zu dergleichen Werk aber wird eine be-sondre Geschicklichkeit erfordert, damit die Stel.lung natürlich herauskomme, wie Urstn einenMenschen voraus setzet, welcher mit der Hand un-ter dem Mantel hervorgreift. Ich übergehe un-zählige Erfindungen dieser Art, weil, wo vielKöpfe sind, auch viele Meynungen, eigensinnigeVorschlage und Arbeiten entstehen.

§. Z4.

Von der Statue.

Von der Arbeit einer ganzen Statüe zu han-deln, wäre ein Unternehmen, welches eben so vielMühe, als die Malerey erfordern würde, ohnedoch viel mehr zum Unterricht anzuführen, alswas bisher von der Maler-und Bildhauerkunstgesagt worden. Man lese nur die Kapitel vonder Malerey und Bildhauerkunst alle genau durch,so wird sich der ganze Begriff von einer Statüedeutlich entwickeln, und man wird dadurch völligüberzeugt werden, daß ich hier mit denjenigennichts zu schaffen habe, welche bereits schon an ge-wisse ungeschickte Muster, an gewisse Arten von

G 4 Arbeit,