Band 
[Theil II.]
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von mosaischen Gemälden. Z95

In Rom habe ich in sechs Jahren kein grös-seres Vergnügen empfunden» als allein an diesenKünstlern, welche meine tägliche Beschäfftiguugwaren. Dieses Vergnügen führte mich sehr oftnach St. Peter, um daselbst den Christopharisund seine Schüler auf dem Gerüste arbeiten zusehen. Mit Erstaunen bewunderte ich die Ge-duld, Kunst und Geschickiichkcit dieser Leute. Siearbeiteten damals an dem heiligen Sebastian vomDomimchmo Zampien. Alle Figuren in die-sem Gemälde sind viel größer, als in Lebensgröße.Sie geben mir Anlaß, mich hier dabey auszuhal-ten, um den Schülern, Kennern und Liebhaberndavon einigen Begriff beyzubringen, welche sievielleicht sonst nirgends woher zu hoffen hatten.Ich erzähle, was ich selbst gesehen habe, und wasmich hoffen läßt, daß es zu seiner Zeit ihnen beyunvermuthcten Gelegenheiten nützlich seyn könne.

Dieses schöne mosaische Gemälde sieht manunter viel andern in der St. Peterskirche zu Romauf einem Seitenaltar rechter Hand in einer nichtallzu hellen vertieften Kapelle. Es stellt dieMarter des heiligen Sebastian vor, welcher aneinem hohen aufrechten Aste angebunden hangt.Auf der Höhe des Baumes ist ein eiserner Ringbevesiiget, durchweichen ein herabgezogenes Folter-seil die Achselbeine des Heiligen umwindet, derden rechten Arm erhebt, den linken Fuß aber, wieden Arm, zurück angebunden hat. Hinter demBaume steigt ein Kriegsknecht aufeine Leiter, und

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