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[Theil II.]
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488Anhang, H. Abhandl.v. Mauergemalden

macht, so ist es doch den dunkeln Farben undSchatten nachteilig, weil eö ihnen die Vereinirgung und Stärke benimmt, welches großen Künst-lern sehr zuwider ist.

§. 6 .

Nun haben wir zwar von der Vermischungder Farben gehandelt; es wäre aber nicht gut,wenn einige glaubten, daß, weil ihre Farben inden Geschirren zurechte gemacht sind, sie auf derV aucr eben dieselbige Wirkung thäten: dennhier ist die Praetik nöthig, wenn man die Farbender Natur änlich machen will. Daher giebt eseinige, welche, um solche Tinten nicht erst auf derMauer zu suchen, solche vorher mit trockenenFarben oder in Oel malen, wodurch sie auf ver-schiedene Art stärker oder schwacher erscheinen,auch in verschiedenen Gegenden des Gemäldes ei-nige rothe und bleiche Farben ausstreuen, derglei-chen durch die ordentliche Vermischung nicht kön-neu zuwcgegebracht werden. Dieses macht, daßman gleichsam auf eine neue Vereinigung denkenmuß, die sich im Gehirn des Künstlers befindet,absonderlich, wenn die Frage von großem na-ckenden und verschiedenem Fleisch entsteht, worinndie Lichter vermindert bleiben, und das Helle derFarben mit so viel Vernunft und Geschickiichkeitherrschen muß, daß es sich in den Schatten hin.ein, und nach und nach sammt seinem Glänzeverliere, und man könne folglich wahrnehmen,baß das Tagelicht dasjenige nicht ist, was die

Farben