Band 
[Theil II.]
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Zl2 Anh. IV. Vorn Allfhehmen u. Verfalle

Herren über die ganze Welt; als» kamen durch dieallgemeine Freude auch dieKünste in Flor. Als Au-gusius feindlich zu regieren anfieng; so überließ mansich gänzlich dem Vergnügen, und damals kamen dieschönen Künste zu demjenigen Grade der Vollkom-menheit, welche die Bewunderung aller Folgezei-ten gewesen ist.

Unter Leo des X Regierung war Italien ru-hig und reich; daher blühten auch die Künste.

^ Nach seinem Tode ward Rom geplündert, Flo-renz, das italiänische Athen, dienstbar gemacht,und die Künste in äußersten Verfall gestürzt.

So bald unste theuerste Theresia die WaffenNiederlegen konnte, so bald kamen ihre Länder in Flor,die Gemükhsgaben wurden bearbeittt, und dieKünste und Wissenschaften kamen empor. Die all-gemeine Wohlfahrt reichte diesen die Hände, undTheresrens Schuß, Großmuth und laudesmütter-liche Sürge Unterfrüchte alles mit den herrlichstenHülfsmittel.

Nichts als die Kriege, die Unfruchtbarkeitder Länder, die rauhe Witterung und andres Un-gemach, sind es, die jene Säuglinge des allge-meinen Wohls im Wachsthum hindern können.

Allein, auch mitten im Frieden, mitten imVergnügen und Wohlfahrt eines Staates giebtes verborgene Feinde, wie das Gewürm in denschönsten Früchten und Blumen. Die Begierdezum Scharfsinn; das Bestreben nach falschemWiß, nach dem Gekünstelten, Gezwungenen undUebertriebenen stürzte die Künste bald nach den

Zeiten