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der freyen Künste.
Nichts als die Natur diente ihnen zum Mu-ster ihrer Arbeiten; dagegen die alten Italianei:bey Betrachtung und Nachahmung der Naturauch das Antique zu Hülfe genommen habM«,Raphael, und überhaupt die römische Schule^haben dieses mit jener vereiniget, und sich bey-de zu Nutzen gemacht. Sie brachten ihre Kunstzu einem so zierlichen und erhabenen Grade, wel-chen andre Landesleute zu Hause nicht errei-chen konnten; weil es nicht genug ist, die Na-tur allein nachzuahmen, sondern noch erfordertwird, daß man die Natur mit Unterschied undWahl nachahmen müsse. Die Natur zeigtuns zwar die Wahrheit, sie laßt uns aber nichteinsehen, wie wir das Vortreffliche wählen sol-len. Nur die Kunst lehret uns diese glücklicheWahl, und bey den Alten allein findet man dieMuster dieser so nothwendigen Kunst, welchedie großen Maler über die andern erhebt.
Wir dürfen uns also nicht schämen, auf allediejenigen sehr aufmerksam zu seyn, welche voruns die Natur studirt und gut gekannt haben.Eine große Anzahl von geschickten Wegweisernsteht vor unsern Augen. Alle sind unablaßlichbereit, uns zu begleiten und uns von allen Irr-wegen zurück zu halten. Alles tragt zur Ermun-terung bey. Es ist auch kein st günstiges Jahr-hundert für uns, als das gegenwärtige. Alleunsre Vorfahren haben sich bemüht, gleichsam
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