„zur Anpreisung rühmlicher Thaten so nach-„läßig erwiesen? Denn gleichwie du als ei-„ne fürchterliche Geißel der Verbrechen auf-treten wolltest, so hättest du dir auch das„Anfehn eines holden Verehrers der Tugend„geben sollen. Warum hast du die Schande„aufgefangen, die Ehre vorübergelassen? wa-„rum das Meiste so erzählt, daß es uns nur„von derjenigen Seite, die deiner Absicht zu„lästern günstig schien, sichtbar geworden,„von der andern Seite hingegen, woran uns„mehr gelegen war, verstekr geblieben ist ?„Deine ganze Geschichte ist voll von derlei„Umhüllungen der Wahrheit. Wir würden„nicht fertig werden, wenn wir sie einzeln
„anführen wollten-Aber dieß können
„wir zuverläßig sagen, daß du in allen den„hundert acht und dreißig Büchern deiner Ge-,,schichte alles mit dem Schleier gedekt hast,„was entweder den Kezern zur Schande, oder„den Katholiken zur Ehre gereichen kann."
Diese schöne Kunst, die Wahrheit zu ber-gen, ist nicht die einzige gute Eigenschaftunsers Geschichtschreibers. Er verstand sichauch auf eine andere noch edlere Kunst, näm-lich die Wahrheit ganz umzudrehen, wenn sie
ihm