Band 
Erster Band.
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tens an die Römer, so ihr Theologe zumzweiten Beweise anführte: hier finden sie ei-tle fürchterliche Reihe von Verbrechen, dieder Apostel den Heiden vorwirft; haben da-rum alle Heiden alle diese Laster begangen?Entweder giebts keine Wahrheit in der Ge-schichte, oder Paulus ist von dem größtenTheile zu verstehen: wenn ich sage, daß dieGriechen lügenhaft, die Römer standhaft,die Deutschen tapfer waren; werden sie nunschließen, ich gebe keinen redlichen Griechen,keinen wankelmütigen Römer, keinen feige»Deutschen zu? Meinen sie etwa, was Taci-tus vorn Ruhme unserer Väter schreibt, seyvon allen Individuen zu verstehen? Warumschließen sie denn, wenn Paulus wider denWandel der Heiden loszieht, dieß müsse ohneAusnahme von allen Heiden genommen werden;da er doch im zweiten Kapitel ebendaselbstbekennt, daß auch Heiden ohne Gesez natür-licher Weise das thun, was das Gesez erheischt ?Zudem kann wohl durch das Leben nachGott eine blos natürliche Tugend bedeutetwerden? Paulus versteht insgemein durchdas Leben nach Gort, und Augustin durch-je ächte Tugend jenen heilige» Wandel derI. Bgnd. 9k Gläu-