würde ich cs nicht für nöthig gehalten haben,mich in dem Augenblicke, da ich meine Geg-ner bey der Lüge ergreife, für diese Unartzu entschuldigen. Ehedem war cs wohl Sit-te, daß der Lügner erröthete, auch allenfallsum Verzeihung bat. Jetzt ist es umgekehrt,und da ich die Schwachheit habe, auch füretwas aufgeklart gehalten zu werden, so neh-me ich keinen Anstand, bey ihnen, Herr Pe-ter Philipp, und bey ihren trauten Freundenund Freundinnen in Wien, die Erlaubniß nach-zusuchen , ohne die es freylich etwas unartigwäre, die Verleumdung dadurch abzutreiben,daß man ihr Lügengewebe aufdekt: auch bit-te ich sie und Kompagnie im voraus um Ver-zeihung, nicht daß sie das Publikum mit al-ten Lügen bedient haben, dieß möchte wohletwa gar zu aufgeklärt scheinen, sonderndaß ich nun einmal die Kaprize habe, denSchlamm der alten Lüge zu rütteln, und ih-re unangenehme Empfindung dadurch empor-zuweken, daß ich sie als den Mann, densie innerlich wohl selbst schon gesehen haben,auch äußerlich bor den Augen der Wahrheit-liebenden darstelle.
B z
Ich