„Weit die Erklärung schon den Wider-spruch in sich faßt."
Richtig; und jene philosophische SündeNicht?
„Wenigstens seh' ich ihn nicht."
Isis denn nicht Widerspruch, keinen Ge-setzgeber, zumal dunkel, zu kennen, unddennoch zu wissen, daß es unerlaubt sey?an keinen Gesetzgeber zu denken, und den-noch zu denken, daß es verbothen sey? wemeinmal die Vernunft sagt: Thu' es nicht, eSist unerlaubt, dem sagt schon eben dadurchdiese Vernunft, daß es ein Wesen giebt, soMacht zu verbiethen hat. Noch entwickeltsie ihm zwar nicht alle Eigenschaften Gottes,aber sie hält ihm gerade die nothwendigstevor, die hinreichend ist, jede Handlung Wu-cher die Vernunft, auch zur BeleidigungGottes zu erheben.
Sie sehen, Herr Oberster, daß die phi-losophische Sünde schlechterdings unmöglichist; denn gleichwie der viereckige Zirkel ebendarum, weil er viereckig, und dennoch al-lenthalben rund seyn sollte, unmöglich ist:so ist auch die philosophische Sünde unmög-lich, eben darum, weil sie mit der Erkennt