eitles Landes. 145
schon von selbst finden werden. Auf was Art aberdie Gewerbe und Manufakturen zu befördern sind,werden wir in dem folgenden Abschnitte zu zeigenbemühet seyn.
§. r45.
Diese hier vorgeschlagene vier Mittel, nämlicheine gelinde Regierung, eine vernünftige Freyheit,die Gewissensfreyheit, und ein guter Nahrungözu-stand, werden ohnfehlbar auf die Vermehrung derEinwohner eines Landes eine gute Wirkung haben.Die Fremden werden von selbst ohne weitere Anrei-zung kommen, um sich in einem solchen.Lande niederzu lasten; und die Einheimischen, wenn sie bey die-ser Beschaffenheit ein gemächliches und vernünftigesLeben führen, werden zu fruchtbarer Fortpflanzungihres Geschlechts desto geschickter seyn. Denn esist leicht einzusehen, daß Unterthanen, die unterdem Joche einer strengen Beherrschung und uner-schwinglicher Abgaben, unter unleidlichem Zwangeihrer Freyheit und Gewissens, und unter der Lastdes Elends und des Armuths seufzen, vielwenigerfruchtbar seyn werden, als diejenigen, so in allenmit Zufriedenheit leben. Unterdessen muß es einweiser Regent auf diese Mittel allein nicht ankom-men lassen. Es giebt noch viele andere Mittel, dietheils anreizender sind, theils zu Bevölkerung einesLandes das Ihrige eben so wirksam beytragen.
§. 146.
Hierunter gehöret vornehmlich, daß man fremden,reichen und geschickten Personen allerley Titel, Wür-den, Ehrenstellen und Vorzüge angedeyen läßt, odersich sonst ihrer gegen auswärtige Bedrückungen kräf-tigst, annimmt. Der Reichthum, den solche Per-sonen mit in das Land bringen, ist ein sehr wesent-
Canieralwisiensch. I.TH. K " lieber
Liese Mitte!werden di«Bevölkerungdes Lande»von selbst be«fördern.
Man mußaber auch an«dcreAnreizun«gen anwen-den.
Man mußfremde, reich«und acschicktsPersonendurch beson-dere Vorzügein das Landriehen.