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Johann Heinrich Gottlobs von Justi Staatswirthschaft, oder, Systematische Abhandlung aller oeconommischen und Cameralwissenschaften, die zur Regierung eines Landes erfordert werden
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Von dem Vermögen überhaupt. z89

glauben, daß Glück und Unglück in unserer Gewalti und ein jeder seines Glückes oder Unglückes eigener! Schmidt ist. Da die Beschaffenheit und der Zu-! sammenhang der Weltbegebenheiten nicht unserer

> Regierung oder Abänderung unterworfen sind, und! durch alle unsere Vorsicht und Klugheit, wederj gänzlich vermieden, noch zu unserm Vortheil eingc-

! richtet werden können: so ist es höchst ungegründet,i daß wir Meister über unser Glück und Unglück seynI sollten, ob zwar nicht geleugnet werden kann, daß! viele Menschen zu ihrem Glück oder Unglück durch' ihre eigene Handlungen Gelegenheit geben. So-j denn muß man sich das Glück oder Unglück nichtz als eine heidnische Fatalität, und unvermeidliches

> Schicksal, oder von der Vorsorge Gottes unterschie-! denes Verhängnis vorstellen, welches gleichsam ein

besonderes Wesen außer Gott ausmachte. Allesund auch die geringsten Begebenheiten entstehen ausder weisen Vorsorge und Vorsehrmg des großen Got-tes; und ob zwar seine Rathschlüffe von Ewigkeither abgefaffet und unveränderlich sind: so hat erdoch in seinem ewigen Entschlüsse auch auf unsere! Neigungen, Entschließungen und Handlungen ver-l möge seiner Allwissenheit sein Absehen genommen,

- und seine Vorsehung und Rathschlüffe darnach ein-gerichtet. Eö widerfährt uns also nichts ohne un-ser Mitwirken und Zuthun; und gleichwie die uner-forschliche Vorsehung Gottes allemal höchstweiseund gerecht ist, und uns dannenhero allemal anbe-thungswürdig seyn soll: so müssen wir daher um soeher Ursache nehmen, unser Unglück geduldig zu er-tragen und unser Glück nicht zu misbrauchen.

§. 4zo.

So starken Einfluß aber auch das Glück und Un-glück in unsere zeitlichen Umstände und in den vonBb z unsern

Jedoch ha-ben Verfichtund wohl-überlegte