der Erfindung der Buchdruckerkunst rc. 7
gierde zu Wissenschaften zu stillen. Allgemeinbreitete sie sich aus, und jeder, dessen Kennt-nisse in diesem oder jenem Fach eingeschränktwaren, ergrief die Gelegenheit, seine Geisteskräfteanzustrengen, und sich in Herausgebung nüz-licher Schriften bekannt zu machen. Damalswaren sie alle von brauchbarem Inhalte undvon Nuzen, da sie es aber heut zu Tag nichtmehr sind, weil die Wissenschaften in jedemFach von einem Jahrhundert zum andern stie-gen, und sich verfeinerten; so ist gleichwohl un-billig , wenn man dieselben deßwegen verachtet,und sie ganz austilgt. Ein philosophischer Kopf,welcher der Ursprung,Fortgang und das Wachs-thum der Wissenschaften beschreiben wollte, wiealles nach und nach bis auf gegenwärtige Zeitenstieg, und sich vervollkommnete, mußte dergleichenBücher nothwendig haben,um seine Sätze darauszu beweisen, und das Steigen und Fallen der-selben zu abstrahiren. Ein solches Werk fehltnoch bis auf diese Stunde. Freylich gehörtHiobsGeduld dazu, um sich durch ein solchesLabyrinth durchzuarbeiten, hingegen würdeauch, wenn sich eine gelehrte Gesellschaft ver-einigte— denn eines einzigen Mannes Arbeit(A) 4 wäre