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fürstl. Bibliothek zu Mainz befindliche Exemplar, von demHerr Bmtkopf eben so wenig wußte, als Hr. Weihbi-schof Würdtwein dadurch nnschuldigerweise das sechsteentdeckte, wofür ihm das Publikum dankte. Alle dieseBibliotheken haben nun eine wahre und kostbare Zierde andiesem Psalter, die allerdings zu schazen ist. Der Psal-ter ist auf Pergament in gros Folio gedruckt, hingegennicht mit beweglich geschnizten, wie der sel. SchelhvMbeim Niederer S. 4 . irrig vorgibt, sondern mit gegosse-nen, sehr ansehnlichen und schön in die Augen fallendenMissallettern, die man zum Gebrauch im Chor gebrauch-te. Jede Seite hat mehr nicht als 20 Linien, worausman einen Schluß auf die Größe der Lettern selbst machenkann. Die Anfangsbuchstaben, deren (AchelhvM ge-gen 202 zählte, sind eingedruckt und so groß, daß sieeinen ziemlichen Plaz einnehmen, daher vermuthet dersel-be, daß der ganze Psalter mit geschnizten Lettern gedrucktseyn müßt. Von Bvze aber sagt, daß man von derZahl der Anfangsbuchstaben drey oder vier ausnehme»müße, die nicht so gar groß und wirklich mit Händen ge-macht seyen. So befinde es sich nicht nur in seinem Ex-emplar, sondern auch in dem in'der Kaiser!. Königl.Bibliothek befindlichen, welche andere Farben und Um-risse hatten. Dabey sey besonders der Buchstabe I! zumerken, den Faust und Schöffer nicht hatten schnei-den lassen. Um aber wieder auf das Vorige wieder zu-rück zukommen, so schließe ich von einem Theil nicht gleichaufs Ganze, und mag gar wohl seyn, daß die An-fangsbuchstaben in Holz geschnitten sind. Ihre Farbe istroth, purpur und blau, nicht gemahlt, sondern gedruckt,und so zierlich, daß das Anschauen schon Bewunderung
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