Band 
Neunter Theil.
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XII Abschnitt

Menschlichkeit; also zwar, daß unter allen" * ' katholischen Fürsten selbiger Zeit vielleicht Hei-

nerich der einzig« war, welcher im Standewar, das Verdienst des Franz von Sales zuschätzen. Dieser Fürst both ihm das ersteBißthum in Frankreich, welches ledig werdensollte, oder wenigst einen jährlichen Gehaltvon rooo Thallern an, um ihm einen Bey-trag zur besserer Unterhaltung seiner Würdezu machen, weil er wohl wußte, daß die Ein-künfte des Sitzes von Genf nicht viel beträcht-licher waren. Auf den ersten Gegenstand ant-wortete dieser Mann, daß er, weil ihm Gottdie Kirche von Genf zur Braut wider seinWünschen und Erwarten gegeben habe, me-ntal eine andere haben möchte; aus den zwey-ten, daß er gerne arm wäre, und daß ihmgrosse Einkünfte nur beschwerlich fallen dörf,ten. Der König bewunderte seine Uneigennürtztgkeir, und konnte sich nicht enthalten inder Gegenwart seines ganzen Hofes zu sagen,daß er niemal eine Gnade ausgetheilet ha-be , für welche ihm besser gedanket wordenwäre, als durch die abschlägige Antwort desMithelfer von Genf.

Als der heilige Prälat wieder nach An«ueei zurückkam, fand r den Claudius vonGranier seit einigen Tagen todt, und über-nahm die Regierung seiner Kirche mit demEntschlüsse, alle Pflichten des Hjrtenamtes

selbst