-76 XII Abschnitt
^ kannte wohl die wahren Bekehrungsregeln; erIi^rdund. . t-
wui;te zu wohl, wie wichtig und heilig sie
sind, um dieselben handzuhaben. Die Sün-der zum Geständnisse ihrer Fehler zu ermun-tern , sie mir Gäre zu behandeln, ihre Mühe-seligkeiren zu bemitleiden, zu verhindern, daßdie Schande so zu erscheinen, wie sie sind,ihnen nicht den Mund verschliesse, sie durchdie Hoffnung der Verzeihung zu trösten, dieDörner auf die Seile zu räumen, welche dieersten Schritte so beschwerlich machen, derBusse das schreckbare bey denjenigen hinweg,zunehmen, welche erst anfangen zu büssen,endlich dem neuen Menschen helfen, sich durchalle die Mittel zu bilden, welche eine zarrli»che Liebe brauchen kann: in diesem allein be»stund die Gelindigkeir des heiligen Bischofesund seine Nachsicht gegen schwache Seelen;in jenem aber, was die Busse nach dem Gei-ste und den Grundsätzen der Kirche wesentli«ches hat, befreure er Niemand davon. Mansieht aus den Schriften, welche er uns hinter-stes;, und hauptsächlich aus seinen Briefen,welche er an Leute aus allen Ständen geschrie-ben hat, die sich seiner Führung überliessen,wie sebr er auf die alten Znchtregcln gehal.ten habe, wie weit seine Gelindigkeir vondem Mangel des Eifers entfernet war.
Der heilige Bischof machte im Jahrer6i8 noch eine Reise nach Pariß in dem Ge.