Zustand der Wissenschaften rc. 321
wen, um selbes sowohl in der Gelehrsamkeit xvnund den angenehmen Talenten, als in der Po-3abrbunb,link zu übertreffen, that er alles, was vonihm abhieng, damit die gelehrten Leute undKünstler in Frankreich ein neues Vaterlandfinden möchten. Dieser aufgeklärte freygebigeFürst, der keine andere Fehler, als jene derschönen Seelen hatte, drückte also den Gei-stern alle Bewegung ein, und gab ihnen alleFreyheit, derer sie zu einer Zeit fähig waren.
Ohne die Unglücke seiner Regierung würdeder Fortgang der Kenntnisse viel schneller ge-wesen seyn; die Uederblcibsel des alten NoftcSder Barbarey würden ungeachtet ihrer Zähig-keit bald hinweg genommen, und das Alterdes Geschmackes würde nicht so spat erschie-nen seyn.
Nach ihm kamen noch beweinenswärdigereZeiten, als jene gewesen sind, in welchen ergelebet hatte. Die öffentlichen Trübsalenvermehrten sich unter schwachen Königen, undeiner stürmischen Staatsverwaltung. DieSchwärmer«) der Völker, und die Ehrsuchtder Grossen, welche bcyderseitig blutdürfti-waren, brachten die Uebel auf den höchstenGipfel. Das Genie der französischen Nationwurde unkcnnbar. Ihr sanfter und menschli-cher Karakrer veränderte sich auf einmal ineine wilde Grausamkeit» Man sah allenthal»ben nur Soldaten, man kannte nichts mehr
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