Band 
Neunter Theil.
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Zustand der Wissenschaften rc. 357

würde nun geschehen, daß man beständig der^^^^Gefahr ausgesetzet seyn würde, Meynungenfür die Lehre der Väter und der Kirche an-zunehmen, welche sie nicht angenommen haben,oder Lehrsätze für verdächtig zu halten, derenGewißheit die Feinde des Glaubens durch dasübel angewandte Ansehen eines verehrungswür«digen Schriftstellers des Alterthumes wankendzu machen sich bemühet haben.

Um nun diese zweyfache Schwierigkeit,und viele andere, wovon die Unwissenheitdie Quelle ist, zu vermeiden, so hat mansich anfänglich befliessen, die wahrhaften Wer«ke der Dürer von einem Haufen apogrifischevSchriften zu unterscheiden, welche die Der»nreffenheit der Verfälscher mit den berühm-testen Namen in der Kirche ausgezieret halte.

Nachhin reinigte man den Text gewisser Wer-ke durch die Dergleichnng der ältesten undglaubwürdigsten Handschriften; man legte diefinstern Stellen durch diejenigen aus, wo sichdie Schriftsteller klärer ausgedrücket haben,und man erklärte dasjenige, was in einigenStellen, welche die Neuerer mißbrauchten,nicht richtig genug zu seyn schien, durch diebeständige und einförmige Lehre der geistlichenSchriftsteller der nämlichen Zeit. Dieseswaren aber nur Vorbereitungen von dinevviel ausgebreiteter» und nützlichern Arbeit.

Alles Nachsuchen, welches man vorgenommenV hc>r,