Band 
Neunter Theil.
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Zustand der Wissenschaften rc.' zzy

in Orient, als Occident geherrschet haben, xvuder Zustand des Eifers, oder der Nachlassung'^^"^'desselben, die Einsichten oder die Finsternisse,welche die verschiedenen Epochen des Chriften-^ thumes karacterisieren, die allmahligen Verän«

! Lerungen, welche in der äußerlichen Policeyeiner Gesellschaft, dessen Geist und Grundsätzek allezeit die nämlichen gewesen, eingeführet wor-den sind. Wenn man die Verordnungen liest,welche sie aufgesetzet hat, so erkennet man dis' Uebel, deren Fortgang die Hirten abzustellensich bemüheten, und die Mittel, durch welcheihre Weisheit sie zu bestreiken sich bearbeitetebesser, als aus allen andern Denkmälern derGeschichte. Obschon unter der grossen An-zahl der kanonischen Gesetze, welche die Fruchtihrer Wachsamkeit und ihres Eifers gewesenwaren, heute zu Tage viele nicht mehr ge-bräuchlich sind. Dieß darf aber kein Beweg-grund seyn, das Studieren davon zu vernachsläßigen; es ist uns viel mehr in diesen letztemZeiten nützlich zu lernen, wie die Gesetzgebungder Kirche in den Jahrhunderten der Stärkeund des Lichtes beschaffen gewesen sey, weilsich , wenn sie ihr Betragen in Ansehung der^ Bedürfnisse, oder der Schwachheit ihrer Äin-« der verändert, ihre Wünsche und ihre Gesin-^ nungen gewiß nicht verändern , und ihre Nach«ficht für uns muß sie uns nur um so viel lie-benswürdiger machen.