Band 
Neunter Theil.
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Geistliche Schriftsteller. 355

vertheidiget/ daß er Grundsätze für zweifel- xvnhaft gehalten habe/ welche die Kirche von^"^""'Frankreich allezeit für den wahren Grundihrer Freyheiten und ihres geistlichen Staats«rechtes angesehen hat, und daß er nach demTode Heinerichs IV vergessen habe, wie vie«len Dank er diesem grossen Prinzen schuldigwar, der ihn mit Gutthaten überhäufet hatte.

Er starb zu Paris 1618/ nachdem er an al-len wichtigen Geschäften seiner Zeit Theil ge-habt, und durch sein Verdienst und sein An-sehen in dem Staate eine eben so grosse Rolleals in der Kirche gespieler hat. Seine Werkefind in drey Foliobanden gesammelt worden.

Die zwey ansehnlichsten find: eine Abhandlungvon dem Abendmahle wider das Buch desDuplessis - Mornai. Man hat noch nichts geslehrters, und vollständigers über diese Materiegeschrieben. Das zweyte ist eine Widerlegungdes Königes von Engelland Jakobs I, wel-cher die Pflichten der königlichen Würde ver-nachläßigte, um sich mit den Theologen zrrmessen. Der gelehrte Kardinal zeiget darinn,daß der Titel eines katholischen Königes kei-nem Füsten gegeben werden könne, der dieBande der Einigkeit gebrochen hat, wenn evauch wider die Glaubenslehre nichts nachtei-liges unternommen hätte; daß die Kirche alle-zeit eine sichtbare Gesellschaft gewesen sey,einig, erhaben durch ihren Glauben, durchihre Einsicht, ihre Hierarchie, und von aller»

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