353 XIV Abschnitt
XVII Verfasser schrieb, enthalt. Diese Arbeit vonJahrhund-einer erstaunlichen Weitschichtigkeit, welchedas Leben vieler arbeitsamer Männer beschäf-tiget haben würde, erfüllte Baronius alleinwährend dem Laufe eines Lebens, welches überdie gemeinen Gränzen nicht verlängert war.Er fängt mit dem aufgehenden Christenthumsan, und folget seinem Fortgange von Alterzu Alter, seinen glücklichen, oder wenigerglänzenden Schicksalen bis aufdie letzten Jahredes XU Jahrhundertes. Er hat ohne Zwei-fel viele Fehler gemacht; ste waren auf einerso langen Laufbahne, und bey einer so grossenVerschiedenheit der Gegenstände unvermeidlich.Wenn man sich aber über etwas wundern kann,so ist es dieses, daß er nicht unendlich mehrgemacht hat, da er der erste gewesen ist , derden Weg geöffnet und gebahner hat, und zueiner Zeit lebre, wo die Kritik erst ihre Ge-burt empfieng. Es würde wider die Billig-keit, wider die Vernunft laufen, wenn manihn nach den heutigen Entdeckungen und Ein-sichten, womit uns eine Menge gelehrter Leuteseit bey nahe zwey Jahrhunderte bereicherthaben, beurtheilen wollte. Die Annalen desBaronius sind durch verschiedene Federnabgekürzet, kritisiert, verbessert, und fortge-setzet worden. DerAuszug desHeinerich Sponde,die Fortsetzung des Oderich NaynalduS, unddie Verbesserungen des P. Pagi und des Kar-dinals Noris sind die beßten Schriften, welche
her-