z6<- XIV Abschnitt
XVII Hauptlehren, in ihrer Hierarchie, und in ih-Jahrhunv Gottesdienste angegriffen hatten. Unterden Schriftstellern des XVI und XVII Jahr«hnndcrtes, welche sich in diesem Fache ausge-zeichnet hatten, sind wenige, deren Ruhm je-nem des Robert Bellarmin gleicher. Erwurde zu Montepulciano einer kleinen Stadtvon Toskana 1542 gebohren. Er war einN ffe von Marcel II, von der Seite der Mut-ter, der Schwester dieses Papstes. Er trattim iZ Jahre seines Alters in den Jesuiter-orden, und mit seinen glücklichen Neugungen,welche er dabin mitbrachte, machte er in denWissenschaften einen so schnellen Fortgang,daß ihn seine Obern zum Predigamt bestimm-ten, ehe er noch Priester war. Er befand
sich damal in den Niederlanden, und lehrt«
zu Loben die Theologie. Er predigte zu glei-cher Zeit mit so vieler Beredsamkeit, daß dieProtestautm haufenweise kamen, ihn anzuhö-ren. Er machte seinen Vortrag in der latei-nischen Sprache, welche er mit vieler Würdeund Leichtigkeit redete. Er wurde gegen dasJahr 1576 wieder nach Rom zurückgerufen.Und der Papst Gregor XIII trug ihm indem von ibm gestifteten Kollegium die Kon-troverse gegen die Protestanten auf. Indiesem Amte vermehrte Bellarmin den Ruhm,welchen er schon genoß , dergestalten, daß manihn zu Rom für den geschicktesten Theolo-gen hielt, der in dem Fache, auf waches er
sich