Band 
Neunter Theil.
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XI V Abschnitt

te, eine Kirche zu behalten, wovon er sich^ 'zu entfernen genölhiget wurde. Obscho» erviel Verstand und Klugheit besaß, so warendoch die Geschäfte nicht für seinen Geschmackund seine Talente. Indessen übernahm erdoch aus Pfiicht aUe diejenigen, zu welchener sich tauglich zu seyn glaubte. Er behan-delte sie nach seinem Karakter und seiner Be-schaffenheit des Geistes, das ist, mehr alsTheolog und Gelehrter, als ein Politiker.Dicß hat man besonders in dem grossen Strei-te zwischen Paul V, und dem freyen Staatevon Venedig gesehen. Bellarmin schrieb wäh-render Zeit, da andere Unterhandlungenpflogen. Er starb kurz nach Paul V imMonathe Sept. 1621, in dem 69sten Jahreseines Alters.

Die polemischen Werke dieses berührn»ten Theologen sind vielmal gedruckst worden.Die Auflage von Paris, weiche 1608 beydem Triadelphen in vier Foliobanden erschien,ist die vollständigste und fleißigste. Die vierBände enthalten eine Reihe von allgemeinenund besondern Kontroversen über alle Punk-ten , welche die Katholiken und Protestantentheilen. Sie sind gleichsam eben so viele Ab-handlungen über jeden Gegenstand, in wel-chem der Author die Fragen ergründet mitder Untersuchung der Beweise, der Einwür-fe, und mit Aufklärung alles desjenigen, was

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