Glitten, Gebrauche, Kirchenzucht- 419
außen grosse Unternehmungen vor, und ein je» xvnder nahm daran seinen Antheil; die einen als 3ahrbunbHauptpersonen oder Untergebene aus Eigen-nutz , Ehrgeitz, Nuhmliebe, oder aus tausendandern Beweggründen; die andern als Zuschauerund Richter der Begebenheiten, wovon sieI allezeit die Ursachen und Wirkungen mißkannsI ten. Das Neue und das Wichtige der Gegen-! stände wandten allezeit die ganze Aufmerksam«keit der Gemüther auf diese Seite. Die Hitzedes Streites ließ nach, und diejenigen, wel-che sich noch damit beschäftigten, da sie fastallein auf die finstern Schulen eingeschränketwaren, wurden bald nur als unnütze Leuteund fruchtlose Spitzfindler betrachtet, welcheI ihre Spitzfindeleyen, womit ihr Müssiggangsich zu weiden liebte, aufgeben müßten.
Wahrender Minderjährigkeit Ludwigs XIVhat man andere Auftritte gesehen. Es warnicht mehr, wie im vorgehenden Jahrhun«derte und in den ersten Jahren von diesemder Sectenfanatismus, der sie hervorbracht;es war die Lust zu herrschen, auf die Raths-schlüffe Einfluß zu haben, die Auctorität zu8 theilen, die Hand an das Staatsruder zu le-gen, um selbes nach seinen Willen und eigenenLeidenschaften zu führen; mit einem Worte,die Politik derjenigen, welche die verschiedenenPartheyen gestalteten, hatte keinen andernEndzweck, als sich furchtbar zu machen, wennDd » sie