Band 
Neunter Theil.
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XV Abschnitt

daß, wenn die guten Wirkungen der Allste«sdrhunb.^hrmg länger bey den Geistlich n, als beyandern Klaffen der Bürger anhalten, dieUrsache diese sey, daß sie viel spater sichselbst überlasten werden, und daß ihr Unter»richt bis zu dem Alter verlängert wird, wodie Vernunft in ihrer ganzen Stärke ist,und wo der Mensch fähig wird, sich durch sei»ne eigene Einsichten zu führen.

Fünftens. Die Stiftung der Scmina«rien, und der aufgeklärte Eifer derjenigen,welche die Ansticht darüber gehabt haben,haben so schnelle, und so bewundernswürdigeWirkungen hervorgebracht, daß in wenigenJahren alle Gattungen von Misbrauchen,welche die unglücklichen Zeiten eingeführethatten, vertilget wurden. Man hat in denzweenen Ständen der Weltgeistlichkeit die Misten»schaft, die Frömmigkeit, das fleißige Studi-ren, und das Bethen, die Nächstenliebe, dieUneigennüyigkett, die Sittsamkeit, mit einemWorte, alle Eigenschaften des Geistes und desHerzens, welche den Dienern des Altareseigen sind, wieder ausblühen gesehen, LudwigXIV hat es allezeit für eine seiner erstenWichten gehalten, den Kirchen lauter solcheHirten zu geben , bey welchen die Lugendmn Einstellten und Talenten vereiniget ist»Es heben ihm zwar zuweilen der Ehrgeryund die PsUiik, die Gunst und hie Unaestim,

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