Band 
Neunter Theil.
JPEG-Download
 

Sitten, Gebrauche, Kirchenzucht. 437

einen, und unter den andern Leute von xvngrößter Geburt, und von vorzüglichsten Der»^^""^diensten gesehen, welchen ihr Name allein,und noch mehr ihre Talente erklecklich gewe-sen seyn würden, den Weg zum Glücke,und zu Ehrenstellen zu öffnen.

Siebentens. Wenn Gründe der Klug-heit , welche der Eifer allezeit unterwirfig seynmuß , die alten Eanonen nicht mehr in ihrerersten Kraft erlaubten herzustellen, so be»mühete man sich wenigst, doch den Geist, dersie eingegeben hatte, und die Rcgelmassigkeitder Sitten, welche die Frucht davon gewe-sen sind, wiederum ausieben zu machen.

Es erschien eine grosse Menge Werke überdie Kirchenzucht überhaupt , und insbesondere,über die Pflichten des geistlichen Lebens. Vie-le Bischöfe führten in ihren Dißthümern Zu-sammenkünfte din", wo sich die Weltgeistlichenvon jelem Canton zu gewissen Lagen einfan-ben, und wo man' unter der Anführung ei-nes von ihnen ( und dieser war allezeit dergeschickt ste und auferbaulichste ) einige zumGlauben, und der Moral gehörige Lehrsätzeuntersuchte. Der Schluß dieser Unterredungenwurde von vielen in dieser Materie geübtenTheo-logen zusammen geseset, gedrucket, und auchmit groff'in Nutzen und Frucht dieser Ein-richtungen, welche anfänglich nur allein denNutzen eines einzigen Landes -um Gegen-E e 2 stan-