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I oo Geschichte von Frankreich
Er that öffentlich die Erklärung, er wollte es sich angelegen seyn laßen, daß dle derMajestät des Königes und der Iustitz zugefügte Beschimpfung auf eine solche Art bk-strafet würde, die Aufsehen machen sollte, und er würde in Absicht auf dieses diePflichten seines Amtes in ihrem ganzen Umfang erfüllen.
Das Parlemcnt verordnete, Laß der Cardinal von SourdiS in gesanglicheVerhaft sollte gezogen werden, und er sahe sich genöthrger, aus der Stadt zu gehen.Der Cardinal Ubaidini, päbstlicher Botschafter verlangte inständig, man sollte dieSache dem Pabst zur Entscheidung übergeben, und dem Parlement verbieten, daßes sein gerichtliches Verfahren wider den Herrn von SourdiS nicht fortsetzen sollte. Ererhielt Hgleich, baß dieser Prälat nicht, der Gewohnheit nach, auf öffentlichem Markt,unter Trompetenfchall, sollte vor Gericht gefordert werden ; man erlaubte nur, daßmau ihn, ohne Lärmen, durch einen Gerichksboken, bey dem Thore des crzbischöflichenPalastes, durste vorladen laßen. Das Parlement, welches ihn wegen halsstarrigenAußenbleibens verurtheilen wollte, setzte das rechtliche Verfahren wider ihn fort. DerBotschafter gerieth darüber in Unruhe, und wendete neue Bemühungen an , um denLauf davon zu hemmen. Man hielt über diese Sache verschiedene Ratheversammlun,gen, und beschloß endlich, dem Parlcmenre die Untersuchung derselben zu entziehen.Der Kanzler, der anfangs sich so standhaft und so vest entschloßen gezeigt hakte, we-gen dieser Frcvelthat Recht zu verschaffen, änderte auf einmal seine Gesinnung.
Der König willigte ein, daß die Sache an den Pabst sollte verwiesen werden,und man sagte dem Botschafter, Se. Majestät thäte solches aus Ehrerbietung gegenden heiligen Stuhl und wollte die angethane Beleidigung lieber ungeahndet laßen,und Ihre Rechte zu vernachläßigen scheinen, als die Bitten Sr. Heiligkeit ohne Wür-kung seyn laßen.
Nachdem der Pabst diese Sache untersucht hatte, so fällett er eln Urtheil widerden Cardinal von SourdiS, vermög deßen er ihm verbot, die heiligen Verrichtungenseines Amtes vorzunehmen, bis er von der Unfähigkeit dazu würde losgesprochen wor-den seyn, welche er sich durch die auf feinen Befehl und in seiner Gegenwart vollbrach-te Ermordung des Castets zugezogen hakte. Er blieb etliche Monate in dem Inter-dict. Hierauf machte ihn der Pabst wieder davon los, und er kam nach Bourbcauxzurück, allwo er den sechsten Mai des folgenden Jahrs seinen Einzug hielte.
Der König war den siebenzehnden December von Bourdeaux abgereiset undhatte sich nach la Rschesoucault begeben, wo er bis den zweyten Jänner blieb. Sei-ne Armee, welche der Herzog von Guise anführcte, begleitete ihn beständig. Die Ar-mee der Prinzen machte gar keine Bewegung wahrend des Zugs des Königes, der soruhig vor sich gieng, als wenn man in vollkommenem Frieden gewesen wäre. Mansagte im Scherz bey der Armee der Prinzen, die Officiers der königlichen Truppen hät-ten ihre schönen Kleider noch, und Man müßte Leute, die von der Hochzeit kä-men, nicht angreifen.
Der Hof nahm den Weg nach Polsters, und nach dem man drey Tage mar-schiert war, so stieß die Armee, welche ihn begleitete, zu derjenigen des Marschalsvon Boiö-Dauphin, der die Obcrbefthlshabersfteüe darüber dem Herzoge von Guiseübergab.
Als dieser Herzog zu Pamprou angekommen war, so befand er sich nicht weiter,als zwo und eine halbe Meile von dem Prinzen von Condce entfernt, der bis nachSgint-Mch-ant vorgerücket war- Er hatte dem Könige schon Friedensvorschläze
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