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Geschichte von Frankreich
Die vornehmsten waren dü Haliier, sein Bruder/ Persan/ fein Schwager/1617. Bournonville, ein Schwager des Persan/ ein Edelmann Namens Guichaumont undRiqaud/ gefreyter Caporal unter den Lcibrrabanten. Sie verabredeten sich alle miteinander / daß sie mit Pistolen unter ihren Manteln in das Louvre kommen und sich bc,reit halten wollten, bey dem ersten Zeichen auf den Marschat zu schießen. Vcr chic»rene Tage vergiengen/ ohne daß sie cknen günstigen Augenblick zur Ausführung ihresVorhabens finden konnten / entweder / weil der Marschal nicht aus seinem Hausekam, oder weil diejenigen / so den Streich vollziehen sollten/ sich nicht beysammen be,fanden/ wenn er in dem Louvre ankam. Als Johann Baptista von Ornano ?<^ /Oberster über die corsische Leibwache / dxr nachgehenbs Marschal von Frankreich wurde/zu dem Könige gekommen war/ umbeyLhm vor seiner Abreise nach Bourdeaux/ alswohin er sich begeben sollte/ Abschied zu nehmen / so fand er diesen jungen PrinzenMir seinen Lieblingen in der kleinen Galerie des Louvre eingefchloßen. Man entdecktethm in Vertrauen den Anschlag/ den man hatte/ den Marschal von Aucre ermordenzu laßen / wenn er in hem Bächrrcabinet seyn würde. Ornano stellte vor, rs gezieme,»e sich nicht / einen Menschen in dem Louvre/ und noch weniger in einem von den Ca,bitteren des Königes umbringen zu laßen; der Palast des Fürsten wäre ein geheiligterAufenthalt / wo man niemals Menfchenblut vergießen sollte; und wenn cö sich zutrüge/-aß der Marschal von Ancre in der Wohnung des Königes sollte ermordet werden / sowürde diese schändliche That der Ehre Sr. Majestät zu unersetzlichem Nachtheil gerci,chen und durchgehend« in ganz Europa getadelt werden. Man weis nicht/ ob dieseRede eine Aenderung des Enkschlußee verursachte/ den man gefaßt hatte/ zuwarten/bis der Marschal von Ancre in dem Büchercabinet seyn würde, um ihn sodann zu er,morden: Aber es ist gewiß/ daß man nicht von dem Vorsatz abgienge/ ihn in demLou,vre umbringen zu laßen. Er kam den drcy und zwanzigsten April dahin / während daßder König in der Mcße bey den Benedictinern (keuillans) war. LüyncS/ der ihnbegleitete/ erhielt alsobald Nachricht davon : Allein man mußte warten/ bis die Meßeein Ende hatte/ und indem/ da der König wieder in das Louvre zu einer Thür hineinkam/ gieng der Marschal zu einer andern hinaus.
Tags darauf/ den vier und zwanzigsten des gedachten Monate/ kam er um sechs UhrbeS Morgens dahin. Dieses war die Stunde/ da er gewöhnlicher maßen kam, umtn dem Zimmer seiner Gemahlin zu warten, bis die Königin Mutter aufgewachet wä,re. Vitry hatte einen Leibtrabattten an das Thor des Louvre gestellt, daß erAcht geb«», sollte, wenn der Marschal aus seincm Hause, das nahe bey diesem Palastwar, gienge, und hatte ihm befohlen, er sollte alsobald zu ihm bey der Thür des großsen Cabinete des Königes, wo er ihn erwartete, kommen und ihm Nachricht davongrben »04. Kaum hatte der Leibtcabant den Marschal, der aufdas Louvrezugleng, erst,hen, s» lief er , seinem Hauptmann Nachricht davon zu bringen. Vitry gieng sogleichin größter Eilfertigkeit fort und nahm im Vorbeygehen, alle diejenigen, so IndemHof auf chn warteten, mit sich, und eilte so sehr, daß er den Marschal noch auf derklein«» Brücke antraf, der einen Brief läse; und da Vitry sehr hitzig war, so würde«r vielleicht vorbey gegangen seyn, ohne ihn zu sehen, wenn dü Halliee, der zunächsthinter seinem Bruder gieng, nicht zu ihm gesagt hätte: Mein Herr, hier ist derHerr Marschal. ÄVs ist er? erwiederte der Herr von Vlrry. Sehen Sie, hierist er, sagte Guichaumottt zu thm, und zu gleicher Zeit losere er sein Pistol und gab ihm
den
2^4 Vis msi. äu Marschal ä'Ornzttö« *°mks. äu msrhui« ätklonten,i-