unter der Regierung Ludwigs xm. 2z?
brach, und zum Fenster hinaus schauete, wenn er einen Stückfchuß hörete, um zu ——--
sitzen, ob der Schuß von den Laufgraben, oder aus der Skadt käme ; ^ Die mei- z§21.sten Officicre, welche keine hohe Meynung von seiner Fähigkeit in den Kriegssachenharren/ sahen nicht ungcrne, daß er die Befehlshabcrfchaft über die Truppen andernüberließe, um sich mit den Iustitzvcrrichtungen zu beschäftigen.
Obgleich die Holländer Bundesgenoßen des Königes waren, so unterließen fie Weqnebmnn,doch nicht, den Protestanten in Frankreich Kricgsvorrakh zu schicken. Den vierten emeS Holland-«August hielt man eines von ihren Schiffen an, welches man voll Gewehr fände. Der Schiffes.Herzog von Montmorenci, Gouverneur von Lanqucdock, der damals zu Pezena« war,begab sich deßwegen nach Eette, um es zu durchsuchen. Man erfuhr nachgehends,daß dieses Gewehr für die Kirchen des Kreises von Niederlanguedock bestimmet war.
Die Ladung dieses Schiffes wurde auf zwcymalhundert tausend Thaler geschätzt;' r.
Wahrend, daß der Herzog von Mayenne sich aller Plätze in der Grafschaft Ar, Keiegsverrich-magnac bemächtigte, setzte der Herzog von Epernon den Rochcüern sehr hart zu. Er kmiqen des e-u-,schloß ihre Stadt auf der Landscite ein, und «r schlug oft ihre Truppen, wenn sie sictzMs von Cpe?-im Felde zeigten. Sie hatten verschiedene Schanzen um Rochelle herum erbauet, und'.^"'"^er dieunter andern eine, welche man oie Schanze von la Moulinette nenncke, welche nichtwelker, als tausend Schritte von der Stadt entfernet war. Der Herzog von Eper-non ließ sie durch sechshundert Mann angreifen, welche sie mit dem Degen in derFaust eroberten; die zweyhundcrt Mann, so sie beschützten, wurden alle getödet odergefangen. Die Rochellec ließen bis zwölfhundert Mann ausrücken, um sie zu unter-stützen : Aber der Herzog hatte nahe an die Schanze einige Schwadronen Reurereygestellt, welche den Angrif bedeckten und sie verhinderten, daß fie nicht weiter mar-schiren konnten. Den neun und zwanzigsten August näherte er sich der Stadt bey derNacht mit zweytausend Mann zu Fuß und dceyhundert zu Pferd, und ließ alle Müh-len, die um die Stadt herum waren, in Brand stecken. Die Helle des Feuers warden Rochellern ein Zeichen von der Ankunft der königlichen Truppen ; sie ließen tau-send oder zwölfhundert Mann ausrücken, um ihre Mühlen zu beschützen. Es kam zyeinem ziembch hitzigen Gefechte, wobey die Racheller bis an ihre Landwehr zurückgetrie-ben wurden. Sie verlohren ungefähr hundert Mann. Der Herzog von Epernonbekam einen MuSketenschuß in den Rand seines HulS, und ein anderer traf sein spa-nisches Rohr, welches er in der Hand hatte. Den eilften September fiel wieder einGefecht an den Thoren von Rochelle vor, in welchem der Herzog von Epernon über-mal den Vortheil erhielte. Die Rocheller waren genvthiget, in ihren Mauern ein,geschlsßcn zu bleiben , und ihre Ernde und Weinlese von den Soldaten des Herzog-halten zu laßen. Die Truppen des Königes in Languedock, unter dem Herzog vonMontmorenci, und die in Vivarais, unter dem Herzog von Ventadour, giengennicht bester mit den Protestanten um.
Als der König den zehnden August zu Agen angelanget war, so überlegte man DelsgmmavoL
in der Rathsversammlung, ob man die Belagerung von Monrauban vornehmensollte. Der Marquis von la Force, der Vater, hatte sich , nebst zween von seinenSöhnen, hineingeworfen. Er hatte darinnen den Grafen von Orval, Sohn des Herzogsvon Sülli und Schwager des Herzogs von Rohan , angetroffen. Die Besatzungbestund aus vier bis fünftausend Mann, ohne eine große Anzahl von tapfern huge»nokischen Officieren zu rechnen, welche sich in die Stadc eingeschloßen halten. L)ee
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