Band 
Zwölfter Theil. Vom Jahre 1610-1630.
Entstehung
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unter der Regierung Ludwigs xui. 2 zg

niße in der Stadt, die ihm schon zur Eroberung von Clecac geholfen hatten , undvon denen er den nämlichen Vortheil zur Eroderung von Monrauban zu ziehen hofte.Diese Verstandniße bestunden in den Bemühungen/ die ein Protestant,° NamensGauvnqe, anwendete, dem Connerablr von dem, was in der belagerten Stadt vor,gienq, Nachricht zu geben/ und unter den Einwohnern Uneinigkeit zu erregen / umsie zu verhindern / daß sie nicht alle mit gleichem Eifer das ihrige zur gemeinschaftli,chen Vertheidigung beytragen mögkcn. Seine Kunstgriffe hatten bey der Belagerungvon Clerac die gehofte Würkung gehabt. Der Herzog von Rohan schrieb die Erobe,rung dieses Platzes keiner andern Ursache zu/ als der Uneinigkeit/ welche unter denen,die sie vertheidigten / eingerißen war: Allein die listigen Streiche des Sauvage gien«gen bey der Belagerung von Monrauban nicht so glücklich von statten. Mau nahmthu anfänglich, aus Empfehlung des Herrn von la Force, auf. Er führcke Reden,welche einigen Verdacht erweckten. Man nahm ihn in Verhaft, und man fand inseinen Schubsäcken Briefe von dem Conmtable und von dem Herrn Dcsplan. Alsman diese Anzeigen hatte, so legte man ihn auf die iFolter. Er gestund alles,und er wurde, als ein Kundschafter, gehängt. Der Cormetable vcrlohr hier«durch eines der sichersten Mittel, so er zu haben glaubte, um Monrauban einzu-nehmen.

Der König hatte an den Herzog von Mayenne geschrieben , er sollte mit allenTruppen, die unter seinen Befehlen stunden , zu ihm stoßen. Dieser Herzog wardamals im Begris, die Stadt Samt'Antonin in Rouergue zu belagern. Er mußtediese Unternehmung fahren laßen , und sich in das königliche Lager begeben ; undSaint- Antomn blieb in der Gewalt der Protestanten. Monrauban wurde den acht«zchnden August berennet. Einige melden, daß die Armee des Königes aus vier bisfünf und zwanziqtausend Mann bestünde. Der Geschichtschreiber Bernard versi-chert, daß sie nicht mehr, als zehntausend Mann stark war, welches verursachte,daß man die Stadt nur auf drey Seiten cinschli. ßen konnte, und daß die Seite vondem St. Antonsthore bis in die Mitte des Septembers frey bliebe. Die Bcla,gerten wußten sich diese Stellung wohl zu Nutz zu machen. Der König nahm seinQuartier zuPiquecot; und es wurde vcst gesetzt, daß man die Stadt an drey verschiede,ncn Orten angreifen wollte. Der König wollte den ersten Angrif auf der Seite vonMontmirat, nebst dem Conmtable und den Marschällen von Charme und von Präs,lain, commandiren.

Dem Herzog von Mayenne wurde der Angrif der Vorstadt Villeboucbon auf-getragen, welche durch den Fluß Tarn von der Stadt abgesondert war. Er hatte denMarschal von Themims unter sich.

Der Marschal von Lesdiguieres führte den dritten Angrif auf der Seite vonMoutier, nebst dem Herzog von Chevreuse und dem Marschal von Samt. Geran.

Der Herzog von Ängouleme commandirte die leichte Reukerey, und Baßom«xierre die Schwätzer, deren General er war.

Der Graf von Schsmberg, dem der Präsident Ieannin die OberaufsehrrS-stelle über das Fsiianzweftn abgetreten halte, diente als Gcneralfeldzeugmeifter.

Der Herzog von Sülli, der sich seit einiger Zeit auf die Landgüter begebenhatte, die er in Quercy und Lcmgmdock gekauft, kam zu dem Könige, um ihm dieAbgeordneten von verschiedenen nahe bey Montauban liegenden Städten vorzustel-len.

1621.