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Geschichte von Frankreich
' ^ ts ihnen beiiebr, imd wann es m-r nickt beliebt. Sie können wieder fortgeben,
l62L. wenn sie wollen, und sie kecken mckr nöthig, eher wieder zu kommen, bis ick siewerde bermen laßen. Sie müßen stck nack der Zeit kickten, die ick ihnen be-stimme, und stck lxy mir darum erkundige" laßen; und mir kommt es nicht zu,mich nack ihnen zu ruckten, . . . . denn ick bin ihr Herr.
Der Prinz von Condee wurde sehr bestürzt über diese Antwort, welche er also,bald den drey Ministern vermeldete. Ihre Bestürzung darüber war lo groß, als ihrSchrecken, und sie baten den Prinzen von Condee, er mögte den König versichern,daß sie in keiner andern Absicht gekommen wären, als um seine Befehle, als Dofleu,re, zu empfangen, und daß sie Se. Majestät bäten, nur ein Wort zu ihnen zusir»gen, worauf sie sodann abtreten wollten. Der Könlg ließ sie näher zu sich kommenund sagte weiter nichts, als dieses, zu ihnen : Meine Herren , ich gebe jetzt fort,um mit dieser angenehmen Gesellschaft zu spielen. Sie machten alle drey eine tiefeVorbeugung vor ihm und begaben sich wcg in einer Bestürzung, welche sie kaum ver-bergen konnten.
Der Prinz von Condee hatte sich mit ihnen vereiniget, um die Königin Mut,ter zu verhindern, daß sie nicht wiederum in den Staatsrakh käme, und den Bischofvon Lüson nach ihr hineinbrächte. Sie zweifelten nicht, daß diese Fürstin, welchedurch den Tod des Connetable eines gefährlichen Nebenbuhlers los geworben war, sst-chen würde, sich diesen Umstand zu Nutz zu machen, um das Vertrauen ihres Sohnswieder zu gewinnen. LüyneS harte sich jederzeit angelegen seyn laßen, alle die Be-mühungen fruchtlos zu machen, welche sie bis dahin angewendet hatte, um in diesen»Stücke zu ihrem Zweck zu gelangen. Man that der Maria von Mcdieis öfter, alseinmal den Vorschlag, sie sollte sich deßwegen rächen, und dem Connetable durch ebendie Mittel seinen Untergang bereiten, deren er sich bedienet hatte, um den Marscha!von Ancre aus dem Wege zu räume« : Aber sie verwarf jederzeit diesen Vorschlag mitAbstheu. Man wogte ihr immerhin vorstellen, daß ein solches Unternehmen nichtsverhaßtes an sich haben würde, da es gegen einen Mann gerichtet wäre, der selbstdas Exempel dazu gegeben hätte, und daß solches von unparteyischen Personen als einegerechte Wiedervergeltung würde betrachtet werden.
Der Bischof von Lüson machte sie von diesen gewaltthakigen Rathschlägen abwen,dig, deren Gefahr und Folgen er ihr vor Augen stellte, und er wollte lieber von de-nen, welche sie ertheilten, für einen heimlichen Anhänger des Connetable gehaltenwerden, als dieselben gut heißen.
Nach dem Tode dieses Favoriten urtheilten dir Minister, daß das wahre Mit-tel, die Königin Mutter zu verhindern, daß sie aus dieser Begebenheit keinen Vor-theil ziehen könnte, dickes wäre, daß man sie, so lange, als nur möglich, in derEntfernung von dem König erhielte In dieser Absicht thaten sie dem Könkg«den Vorschlag, er sollte in den Provinzen bleiben, bis er die von den Hugenotcn be-setzte Plätze unter seine Gewalt gebracht härte.
Dle Aufhebung der Belagerung von Montauban hatte ihnen einen solchenWuth gemacht, daß sich so gleich den ein und zwanzigsten November die Stadt Mont-pellier empöret hatte. Man ließ allda ein Verbot an die Priester und Qrdeusleute«usgeheu, daß sie keine Meße lesen sollten. Alle Kirchen der Carhg'ikett wurden nle-dergerißeu sder beraubt. Man legte verschiedene Geistliche in das Gefängniß. Die
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