Band 
Zwölfter Theil. Vom Jahre 1610-1630.
Entstehung
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unter der Regierung Ludwigs xiri. 27;

Pierre, der ein Freund des Herrn von Puifieux war, weigerte sich, ihren Absichtenbcyzukreten. Er bedachte, daß sie vielleicht durch diese Unterrdung nichts anders such«ten, als nur seine wahren Gesinnungen zu entdecken, und zu erfahren, ob er nach derhöchsten Gunst des Königes trachtete, damit sie ihn sodann bey demselben könnten ver-haßt machen, als einen ehrgeitzigcn, der sich der Regierung bemächtigen wollte; daßsie bald suchen würden, ihn selbst zu stürzen, wenn sie sich seiner bedient hätten, umihren besondern Haß gegen den Herrn von Puifieux ein Genügen zu thun; und daßsie nicht geneigt seyn würden, ihn ruhig bey der Stelle eines Favoriten zu laßen,wenn es ihm auch gleich gelingen sollte, selbige zu erhalten. Er verwarf also ihre An»erbietungen standhaft. Er sagte zu ihnen, er hätte niemals gehört, Laß ein FürstFavoriten, vermvg eines Ausspruchs von seinem Staaterath, annähme; derKönig könnte sein Vertrauen schenken, wem er wollte; und wenn er für gut befände,den Herrn von Puisieux vorzüglich damit zu beehren, so hätte niemand das Recht, et,was darwider einzuwenden. Der Prinz von Condee wollte weiter in ihn dringen, undsagte zu ihm, wenn er, um die Freundschaft des Herrn von Puifieux zu erhalten, diefeinkge und diejenige der andern Minister würde verlohren haben, so würde er Zeitgenug finden, es zu bereuen, und es würde ihm alsdann nicht mehr möglich seyn,feinen Fehler wieder gut zu machen. Baßompicrre erwiederte, er sahe in der Sache,die man ihm vorschlüge, weder Grund, noch Wahrscheinlichkeit; es würde ihmhöchst empfindlich fallen, die Ehre seiner Gewogenheit und sodann auch die Gunst derMinister zu vermehren; allein es würde ihm doch auch der Trost dabey übrig bleiben,daß er solche nicht durch sein Verschulden verlohren hätte; und er wollte die Freund,schaft keines Menschen, wer er auch seyn mögte, mit Nachtheil seiner Ehre erkaufen.

Als der König zu Moißac war, so theilte er seine Truppen und wies ihnen ih»re verschiedene Verrichtungen an. Der Herzog von Vcndome, der zu Clerse war,bekam Befehl, Saink- Anlonin mit den Regimentern von Piemont, von Vibraycuud von Vaillac zu berennen. Zamet wurde mit einem Corps Reukercy in Nieder,languedock geschickt, um zu dem Herzog von Montmorenci zu stoßen. Die Armee desKöniges hatte Befehl, sich auf der Ebne von Saink» Maurtce, nahe bey PtquecoSzu versammlen. Einige der vornehmsten Officiere kannten den Ort nicht mehr, wodiese Ebne war, ungeachtet sie in dem vorigen Jahre ihr Lager allda gehabt hatten.Der König, der sich deßen vollkommen wohl erinnerte, ließ fich Federn, Dime undPapier bringen, und zeichnete selbst «ine Carle von der Landschaft so geschwind und sofertig, als der geschickteste Kricgsbaumeister hätte thun können. Die Wege, die Fle,cken, die Dörfer und sogar einige besondere Häuser, deren Namen und Lage ihm nichtentfallen waren, fanden sich auf das deutlichste und genaueste darauf angezeigt.

Er wiest sodann diesen Officieren den Ort, wo sie ihr Lager aufschlagen sollten.Sie bewunderten seinen Riß, und als er sahe, daß man eifrig war, ihn zu loben, sowollte er ihn in das Feuer werfen. Aber der Geschichtschreiber Bernarb, der gegen,wärtig war, bat ihn, er mögte ihm diese Carle geben, die er bey Verfertigung seinerGeschichte brauchen könnte. Er gab sie ihm, und Bernard meldet uns, daß er sie,als ein seltenes Stück, aufbewahrte.

Als sich der König von Moißac nach Vlllemade begeben hatte, so war er anfäng,lich gesonnen, Albiac angreifen zu laßen- Aber man erfuhr, daß diese Stadtverlaßen war, und daß die Einwohner ihre besten Sachen mir sich fort in die benach,

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b?* I» dem Tagbuch des Baßompicrre wird dieser Ort Albias grnen«iet.

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