Band 
Zwölfter Theil. Vom Jahre 1610-1630.
Entstehung
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Geschichte von Frankreich

1622.

trachteten. Conikalet war noch blos Hauptmarm unter dem Regiment von Norman,die ?vr. Er würde nicht bey dieser Stelle geblieben seyn, wenn er so lange gelebthätte, bis der Cardinal von Richelieu erster Minister geworden, deßen Richte ergehryralhet hakte. Diese blieb in dem Wiktwenstandc, und man fuhr tny Hofe fort,sie die Marquisin von Comdalcl zu nennen. Dieicntgen , welche dem Cardinalvon Richelieu nicht günstig waren , nennetcn fie mir Fleiß nurdje Combaler. Sieführte den Namen ihres Mannes , bis daß sie den Titel einer Herzogin von Ai-guillon annahm.

Der Hügel Saint - DenyS wurde nach diesem noch öfter, als einmal, baldvon der einen, bald von der andern Partey wieder eingenommen; aber endlich blie-ben die Aufrührer Meister davon, und behielten ihn bis zu Ende der Belagerung.Sie vertheidigten sich mit außerordentlicher Sündhaftigkeit und Murh. Sie brach,ten eines Tags die Soldaten von dem Quartier des Herrn von Monrmorenci in dieFlucht. Zamet, Gcneralquartiermeister, schrie ihnen zu: Soldaten, »hr fliehet?Sie antworteten ihm : Mein Herr, wir haven weder Pulver, noch Bley.Was, sagte er zu ihnen, habt ihr dann keine Degen und keine Nagel aneuern Fingern? Diese Rede machte ihnen wieder Muth, sie giengcn von neuem auf denFeind los, und trieben ihn zurück Aber Zamet, der stille gehalten hatte, ummit dem Herrn von Coudron, Generaladjmantc» zu sprechen, wurde mit einemFalconctschuß verwundet, der ihm den Oberschenkel zerschmetterte. Dieser näm-liche Schuß tödete seinen iackey, sein Pferd, und das Pferd des Generaladjuran-ten, dem der Oberschenkel auch entzwey geschoßen wurde. Zamet starb etlicheTäge hernach an seiner Verwundung. Dieses war ein Officier , von vorzüglichenVerdiensten. Die Hugenotrn furchten ihn , und nenneken ihn den großen Ma-homet.

Den zehnden ließ der König ein Werk auf drey Seiten angreifen, welchesauch erobert wurde. Die Belagerten, welche alles erfuhren, was in dem königlichenLager vorgieng, bekamen Nachricht von den zu diesem Angrif ertheilten Befehlen.Allein es gieng derselbe eher vor sich, als sie meyncren. Denn nach denen Nachrich,ten, die fie erhalten hatten, sollte er erst des Morgens angefangen werden ; aber ergeschahe schon um eilf Uhr in der Nacht. Die Belagerer hatten ein Hemd über ihrenKleibern , um in der Dunkelheit einander zu erkennen. Die Feinde wurden über,fallen: Man tödete deren mehr, als zweyhundcrk und fünfzig, und man setzte sich indem angegriffenen Werke vest Allein man zog aus diesem Vortheil bey weitennicht so viel Nutzen, als man davon hoste. Argencourt, der für die Bcvestigungs,werke der Stadt zu sorgen hatte, war geschickter in der Kunst, die Platze zu vcrkhrl,digen, als die Kriegsbaum-ister des Königes in der Kunst, fie anzugreifen. Er wußteseine Batterien beßcr anzulegen , und die Belagerer fanden bey jedem Schritt, densie thaten, neue Abschnitte vor sich Man fieng an zu befürchten , es mögte demKönige bey der Belagerung von Montpellier eben der Schimpf, wie bey der vonMontauban, widerfahren. Seine Armee wurde von Tag zu Tag, durch die Krank,Heiken und Beschwehrlichkeiren, geschwächt. Man schrieb überall hin, um neue Trup-pen kommen zu laßen. Man schickte dem Herzog von Vendome Befehl zu, von der

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r) Baßompierre, in seinen Anmer-kungen üb.r die Geschichte des Duplet . laug«ner, daß der M;rqu>svon Eombaitk mit kal»tem Blute ftye gerodet worden. -) Der üLer-

curs sagt, daß er Hanpkmann unter

dem Regiment von Navara war. N. A.Ager ure F'rsnxvis, r, z.

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