Bor derselben, ihre Satzungen und Lehren von der Heil. Röm. Kirche, wie siesie nennten, auszulegen und auszubreiten, 'welche Kirche sie heraus strichen, alsdie heilige Catholische Christliche Kirche, und ihre Lehren als ohnfehlbare LehrenChristi und ihre Satzungen als solche , welche die Apostel zu steter Beobachtungder Kirche hinterlassen, und daß der Pabst der heilige Statthalter Christi undNachfolger St. Petri sey: ingleichen bejahrten sie, in Fortsetzung einiger besond-rer D nge, die wesentliche Gegenwart Christi im Sacrament, die Heiligung ihrerFest-Tage, Anruffung der Heiligen., die Anbetung der Jungfrau Maria, undihre Herrschaft im Himmel über ihren Sohn, denheiligen Gebrauch des Creu-tzes und der Bilder, nebst dem Übrigen ihresaberglaubischen GOtres-Diensts:alles dieses rühmten sie denenJuden an, als Lehren, und Gebothe der Apo-stel.
Aber es hatte die Versammlung diese Dinge von ihnen kaum angehört, sobezeugten sie sich durchgehends äusserst verwirrt darüber, und erregten ein so gros-ses Getümmel, daß sie taut schrien: Kein Christ, keine Verbitte der Heiligen,kein Bilder-Dienst, kerne Anbetung der Jungfrau Marie rc. In Wahrheit,diese Verwirrung ward dadurch so groß und so hitzig, daß ich selbst mit Erstau-nen ansehen muste: wre sie aus Ungedult ihre Kleider zerrissen/ den Staub in dieHöbe würfen und weiters ausschrien: Gotteslästerung, Gotteslästerung! wor-auf sich die Versammlung zerriß.
Jedoch versammleten sie sich den achren Tag noch einmahl; und alles waSdabey verrichtet ward, war, um über ein ander Concilium ihrer Kation nachVerfliesilrng dreier Jahre ems zu werden, welches auch vor -ihrer völligenTrennung beschlossen worden. Ich glaube gänzlich, daß dabey sich viele Judenbefunden, die den HLrrn JEstrm, allein angenommen hätten: Dieses haue ichvor eine Wahrheit, vor eine Ehre unsrer Religion, und vor eine Aufmunterungvor untere Geistlichkeit; denn ein vornehmer Rabbi von ihnen ließ sich m einemmir-mit geführten Discourse gegen mich dergestalt heraus - wie er gleich anfangsbefürchtet harre, daß die Römischen vepuri'rten ihrem Concilio einen unglückli-chen Periodum verursachen würden; und bekannte, daß er die Gegenwart eini«
f \tx ProteftantifdKC* und besonders unserer Englischen Geistlichen sehr gerne ge-rben- als von welchen er eine bessere Meynung, denn von ewigen andern in derWelk hätte; indem er glaubte, daß wir eine grosse Liebe zu seiner Nation trü-gen; und warum si:, dre Juden, eine so gute Meynung von unsrer Geistlichkeithätten, wäre die Ucsacd, weil er erfahren, daß diese vor die Bekehrung rdrer NaJtion ihre ordentliche Geberer verrichteten; welches er als ein grosses Zeichen ih-rer Liebe geaen sie, die Juden, erkannte: und vornebmljch lobte er d»e Londi-scheu Geistlichen, sowohl wegen ihrer vortreflichen Predigten, als auch ihrer
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