Band 
Siebendes Jahr 1743.
Entstehung
JPEG-Download
 

Vorrede.

Wolf, Reinbeck, Hofmann, lebt im Stahl.O Königliches Ehren-Mahl!

Ist auch was prachtigers zu finden?

Bachofs und Gorrers ConterfeySind im Metall vom Moder frey,

Wenn Schrift und Bücher gleich verschwinden.

Sprecht, Rünstler, was euch mehr erhebt?Ob euer Ruhm durch euch nur lebt?

Wie, oder durch geschnittnes Eisen?

Glaubt, glaubt mir. Euer aller KunstVerfliegt, verschwindet wie ein Dunst,

Ein.Schau-Stück kan euch ewig preisen.

Ja, Stahl, und Münhe, Stich und SchriftIst aller Zeit ein Gegen-Gift.

Was wird wohl theurer aufgehoben?

Woher kennt man das Alterthum?

Woher so vieler Thaten Ruhm?

Weil Stahl, und Müntz und Schrift sie loben.

So Welt, als Nach-Welt fällt mir bey,Daß nichts so starck, so ewig sey,

Als Schau-Stück und Gedächtniß-Munhen.Mit tausend Schönheit, Schmuck und PrachtHat sie mein Freund, mein Roch, gemacht.Auf wen ? Auf Rünstler, Weise, prinsen»

War Faltz ein Wunder seiner Zelt,Mein Roch der übertraf ihn weit,

Und doch hat Neukirch Faltz besungen.O Neukirch, lebtest du noch itzt,

Du jungest, voller Gluth erhitzt,

Von meinem Roch mit feurgen Zungen !