6 ?
_ '74?- 8. Tvoch e.
noch rclulvirct in den Ehestand zu tretten: wodurü) es geschehen, daß vielmehr,allenVermuthungen, und Bemühungen SeorFir, zuwieder , Meisen auf ttenricum undseine pollericset, bey welcher es auch noch stehet, gefallen.
Es geschahe aber die ungleiche Theilung i s2s. den go. blaj. am Freytag nach8. Vrkanl, zu Leipzig, und bestund darin, daß Herzog Heinrich nichts bekam als Frey«berg und Wollenstem, mit den zwey Aemtern, und was darunter gelegen, Geyer,Ehrensricdersdorf, Thum , und dem ciillriü worauf hernach Marienburg erbauetworden, zwar mit den übrigen Würden, Freyheiten, und Gerechtigkeiten , jedochohne Bergwerke und die Münze, tziezu kam noch eine Beylage von irsoo. ( an«dere setzen NQvo. Gulden baares Geldes, und l 2. (nach andern is.) Fudern Weines,beydes jährlich zu liefern : worüber ihm die Platze und Aemter Weisenfels, Eckarts«berg, Sachsenburg, Hayn, und Pirna, zür allecurscion ausgesetzet wurden. Es istnicht ohne, daß diese Theilung, nach damaliger Gewohnheit, da meistentheils derjüngere Bruder mit dem ältern zu gleichem Theil gieng, sehr ungleich seye: es lan«Kett auch Herzog Heinrich, zumal als er hieraus eine Gemhhlin und Kinder bekam,nicht aus : dargegen Herzog Georg nur meinete man hielte nicht recht Haus,und sührete sich insonderheit Herzoges ttenrici Gemahlin prächtiger auf als seine ei«gme: welche eine Prinzessin wäre: jedoch die Haubtentfchuldigung 6cor§ii ist, daßes der Hr. Vater in seinem, den rß-kebr. 1599. verfertigten,Testament nicht andersverordnet, noch, im Fall FricSland verlohrcn gieng, ein mehreres fur ttenricum aus-.'gcsetzet. Gleichwie auch Kaiser Klaximilianusl. diesesAlbertinische Testamentdamalgleich conllrmii-et; also bestätrigte er ebenfals nunmehr rsOs. den r6. )un. auf demReichstag zu Cöln, die würkiich gemachte Theilung.
Sonst wäre von Herzog «ec-r^io, bey seiner nicht kurzen Regierung, noch garverschiedenes an zumerke«. Zum Exempel, auser dem Friesischen Krieg, daß er isOs.dem Grafen dlicolas von Schlick die abgefallene Stadt Ellenbogen zum Gehorsambringen helfen: daß er is2s. zu Dämpfung des Bauern Aufsiandes vieles, und zwarpersönlich, conrribuirct: daß er Leisnick, nach abgegangenemleztcn Grafenttußonegeerdet: daß er nberhanbts sein Land, ausgenommen was die Religion betrift, mitgrostr Gelindigkeit regieret, und einige vorher übliche «nera abgeschaffet. Jedochdiese und andere Dinge sind hie zu weitläufig: sintemal insonderheit für nothwendigbefinde, noch etwas von seinem Ehestand, und, ob zwar nicht lang danrendem,Kin«der Seegen zu gedenken-
Sein« Gemahlin war tzsrksra, eine Polnische Prinzessin, und Tochter Königescallmiri rv. mithin Schwester, nicht nur dreyer nach einander regierender Könige inPolen, sondern auch des Königes von Ungarn und Böhmen, als des ältesten Bruders,Vlaärslai: und die Vermählung geschah zu Leipzig mit großer Pracht: als wobey man6286. Teutsche und Polnische Reuter zählete, auch , zum Beweis der übrigen vielenAnwesenden, erzählet, daß Eimer gemeiner Wein, 99. Läge! siiftr Mein, und444-Vasser Bier allerhand Gattungen, innerhalb 6. Tagen ansgrtrunkrn worden.Das Jahr der Trauung ist unstrittig 1496. den Tag hingegen finde ich unterschiedenangezeiget, nemlich den 21. dlov. und den n. vec. Da aber Weck noch dazu setzetdaß sie Mondtages nach Elisabet vor sich gegangen, so wird wol der rr. Nov. wel«chcr auch am öftesten gefunden wird, der richtigste seyn. tziebey merke ich noch eineckronologische clitkerenr an: indem ich finde, er seye bey feiner Vermählung 24-Jah«re alt gewesen: welches die obige relaüon, als wäre er erst 1472, gebohren worden,destättiget: jedoch einem einigen suron ist leichter einJrrtummzu zu trauen als so vie«len andern cvwxuracionen und öocumcmen.