Band 
Siebendes Jahr 1743.
Entstehung
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?r Gamlung Merkwürdiger ^-62!!!-».

brruirqen. Zwischen den Häusern Pfalz und Bayern ward auch eine völlige Versöhnungund Vereinigung etkeüuiret: worüber sich aber kkubercus Uromsz i.coäiu-deschweh-ret, daß die Bayrischen ^iniltres die Sache allzu künstlich crsüiret, und, indem sie ei-ne Verneuerung aller alten Vertrage, ohne derselben Benennung,mit eingerücket, da-durch den Grund zu der folgenden comrovcrzgeleget, daß , nach dem Tod des Chur-fürsten l-nlluvici von der Pfalz, die Bayrischen Fürsten auf die chemal üipulirte slrer-nsriv in der Chur gedrungen, und diese Würd, dem Pfalzgrafen strittig gcmachet-und so weiter. Jedoch in der Haubtsache trat man nicht nach Wunsch zusammen, underfolgete dcn >8-^?r. is 24. ein Schluß womit gar viel« nicht zufrieden waren. Es sol-le nemlich derPabst, mit concurrirung des Kaisers, in Deutschland, an einem dazubequemen Ort, mit ehestem, ein freyes concilium ausschreiben, die Stande den n.dlovembr. sich zu Speyer versamlen, und wie man sich, biß zu demAnfang des concilii,verhalten möge ausmachen, inzwischen in allen Provinzien gelehrte Männer die stritti-gen Puncte, selbige den Ständen, und alsdenn dem concilio, vor zu legen, inOrd-nung bringe», jedwede Obrigkeit aber aufdie reine Vortragung des LvanAelii dringen,und alle Anzüglichkeiten, calumnioesc Schriften, Gemählde, oder dergleichen,vermie,den werden rc. rc.

Nun ist noch übrig mit zwey Worten auch etwas von dem zu Nürnberg, in gleicherZeit, rersblirten Regiment zu reden. Eine eigentliche Abhandlung davon wäre hiezu weitläufig: nur mir einen kurzen Wreg zu meinem Endzweck zu bahnen, mus ge-denken, daß klaximillanus l. bereits selbiges angeordnet, und Larolue V. es nur er-neuert. Der Grund davon war, daß diejenigen Sachen dabey vorkommen sollen,welche sonst für die Reichstage, besonders die damal jährlich zu haltend«, gehöreten.Mithin war es allerdings über das Cammer Gericht selbst: jedoch ccmcurrirete es mikselbigem in Abhandlung der Processe, oder Sprechung des Rechtes- Der kllaellclenrdavon war soviel als Vicaiius imperii, und hiezu ward anfangs der mehr erwähntePfalzgrafkriäericus, so denn aber der Erzherzog kerclinanöus, ernennet, und solle jenerWiederum dieses Statthalter seyn. Jedoch solches hielt sich knäericusfür nachkheilig,und cxcipirte dawieder: woraufdcnn, daß beede gleichen Titul führen sollen, beliebetwurde. Es warb aber das Mittel getroffen, daß beede einander ausw iechen: folglich warzwar der Pfalzgrof meistens zugegen: wenn aber der Erzherzog ankam,entfernet« jenersich nach Neumark.

Es fieng'sich also diese erneuerte höchst« Reichs inllanr, oder, wie der eigentlicheNamen war,das Regiment, noch gewisser Massen vor dem Reichstag isre zu Nürn-berg an: und weil beliebet worden,daß jederzeit wcchselsweis drey Monate einChurfürstin Personsich dabey einfiuden solle; so erschien mit dem Anfang des Jahres is 22. kri-«icrici Bruder der regierend« Churfürst von der Pfalz Cuciovicr». Berde Fürsten hiel-ten sich sehr prächtig und kostbar: mithin war diese Zeit zu Nürnberg fast ein täglicherAbwechsel von prächtigen Aufzügen und Lustbarkeiten: zumal in der eben einfallendenFastnacht Zeit dieses Jahres. Die vielen Veränderungen, kellins, Balle, Turniere,und Rennen, sind unmöglich zu erzählen: insonderheit aber ward dergleichen am Mll-woch vor Fastnacht auf dem grosen Saal des Rathhauses gehalten: da man diePferde über Brücken und Bretter die Stiege hinauf brachte. Was aber die übri-gen Umstände des Regimentes , und endlich dessen Aufhebung zu Nürnberg 24.betrift, erfordert eine eigene Abhandlung.

-kmorcL-. C<.rj in vicz Carole V- er Ukrilixxi, Sleiäanus, ttubcrt. Illoma; l.eo-äius in ännslibus äc krir!cricoll.Ll.kslLtino,elrronjcollinLnuscrixrum8cc.

Dr« 2. bkrt. 174;.