74 Gamlttig Merkwürdiger Asä-itte».
geringen Unterschied: doch gehet hie auch diejenige des »verleb ganz he-
rum, und sänget sich also oben links vor dem Gesicht bey dem Lovrbeer-cranz an. Nicht weniger trift die Jahrzahl und das Alter ein : wobeyich nicht umhin kan einen bey der achten Woche eingeschlichenen Druck-fehler an zu merken: da nemlich auf dem Kupferstich zwar das rechte Al-ter I.XV. wie auf der meäsille. angezeiget ist , in der Teutschen Über-setzung der Umschrift aber stehet: Seines Alrers 66 . das denn auch 6 s.helfen soll: wie zum Überfluß pag- h- t8.!im. »i. bemerket worden. Ichwill auch, weil ich auf die Druckfehler gekommen, noch einen p-»g. 6 z.emeacliren: allwo Im. 18- vor das Wort Prinzessin hinein zu sehen istRöniIlichedenn eine Fürstliche oder Herzogliche Prinzessin, von Me-klenburg nemlich , war Herzoges klearici Gemahlin La-bsrins gleich-fals. Von der Einstimmung endlich des Wappenschildes auf dem re-vers. jedoch mit Absetzung der Helme, ist schon gedacht worden. In Ten-zels 8»xom» dlunrisinsrica befindet sich unsere meäsille ebenfals: der indie Augen fallende Unterschied mochte vielleicht dem Kupferstecher zu zuschreiben seyn: doch ist sie auch dort um etwas kleiner: und wegen eini-ger ihr gleich kommenden meäsillen im proki, kleinern und gröftrn, mitoder ohne Loorbeercranz, auch mir cliverstn reverstn, will ich den geneig-ten Leser auf beloben ^urorem»isb.;. und 4. der Albertinischen Li-nie , verwiesen haben.
Zur Sache, urw historischen Erklärung, zu kommen; so ist dersummarischen Lebens Beschreibung des Herzoges Oeor-Zii noch dasjeni-ge bey zu fügen so in das Religions Wesen, oder die damal neu aufge-hende relormsrion . einschlägel: wobey sein Namen gar berühmt wor-den : sintemal er unter denen Fürsten bey nahe der heftigste gewesen sosich der Lehre wiedersehet. In dem allerersten Anfang zwar
schien es als ob er dersrlbigen nicht sonderlich coacr»ire wäre: er selbstbekennet daß ihm die Schriften Gurken damal wo! gefallen, und er, inder Hofnung der Kirche eine Besserung zu verschaffen, daszu Leipzig veranstaltet. Dieses ward 1519. gehalten, und anfangs nurCarlstad mit Lccicr zu handeln bestimmet: weil aber l-urberu, jenen be-gleitete; so wurde er gar bald zur Haubtperfon , und war Lecius. derEhre an ihm einzulegen ver Hoffete, selbst bemühet daß er gleiches sicheresGeleit bekam. Gleichwie nun k.urkeru§ selbst die groß Bemühung und»pplicsrion des Herzoges Qeorzii, dem colloguio allen Vorschub zuthun, und selbiges fruchtbar zu machen, anpreiset; also rühmet er auch-essen dainalige Gnade und Güligkcit gegen seine Person, welche er beyder Tafel, woran er so wol ihn cüs Lceium. nebst andern, gezogen, er-wiesen-