Band 
Siebendes Jahr 1743.
Entstehung
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86 Gamlung Merkwürdiger küeüsMen.

von Sachsen ungeachtet, nicht an dem Wahlgeschäft. Es kam auch die-selbe den 5 . jsn. des folgenden Jahres 15 z r. allda zu Stand , und zogden r l. eben dieses Monates die Crönung, wiewvl zu Aachen, nach sich.Jedoch hatte sich an dem ersten Ort, statt des Churfürsten von Sachsen,dessen Churprinz jokznnes kri6ericu5, unter Begleitung einiger klini-ttres, eingebunden, und die mki-uüion gehabt, sich der Wahl auf allemögliche Art zu wiedersehen. Die Ursachen warum solches geschah, wel-che auch meistens in denen Briefen und proreKscionen angeführet worrden, waren vornemlicfw weil eine solche Wahl, beydem Leben des Kai-sers , zumal die gegenwärtige, wieder die Freyheit der Stimmen , derensich die Churfürsten zu erfreuen hätten, lief, dergleichen Cvln nicht der ge-wöhnliche, und dazu 6erermim'rte, Ort seye, nichtwcniger bey allem Fallein Churfürstentag, oder Berathschlagung der Churfürsten, ob dergleichennöthig, vorher gehen müse, das doch nicht geschehen , wenigstens ChurSachsen nicht dazu gezogen worden, mithin alles wieder diegnldene Bul-le streite. Wozu noch verschiedene excepriones gegen die Person ker-6ik»a6i selbst kamen: nicht nur inAnsehung der Religion, sondern auch,vonden Catholischen dagegen stehenden Fürsten, wegen seiner Böhmischen undUngarischen sKUren: da man ihn als die Ursache des damaligen TürkenKrieges ansähe, und so weiter. Weil man aber wol vorher sehen kunte,daß alle Einwendungen schlechten elkeLk thun würden; so war der ChurPrinz mit einer procelt-rLon versehen, welche er den 29 .Oecemb.als andem ausgeschriebenen, und zu dem Anfang der Wahlbestimten,Tag förm-lich übergab, und hierauf so gleich Cöln verlies.

Der Kaiser befahl hierauf durch ein e6iA dem gesamten Reich, und,noch über das, durch ein besonderes den Protestanten, seinen Hrn. Bru-der kerclinsnctum in allen Stücken für einen Römischen König zuerken-nen: jedoch dem ungeachtet blieb der Widerspruch, so wol bey diesen alssonst. Chur Sachsen zwar, auf welchen, als einen Churfürsten, dasmeiste ankam , zeigete bald noch am ersten eine Neigung sich zu accom-molliren, vor den übrigen Protestantischen, auch einigen Carholischen,Fürsten. Was diese betrift; so ist von den Herzogen in Bayern , undbesonders dem Herzog ^ilkelmo, bereits Meldung geschehen: wiewvlselbige ihren Widerspruch nicht ganz förmlich und öffentlich äuscrten :es mus aber auch Herzog »enricus junior von Braunschweig dazu ge-zählet werden: obschon auch dieser die Sache sehr in Geheim Irieb. Je-doch fände er Matthesen von der Schuimburg auf den Wahltag nachCvln, an die Churfürsten, und besonders den Sächsischen Chur Prinzenjoksnnsm kriäericum, mit ersctenrlLlien: welcher ernstlich trieb kercli-

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