Band 
Siebendes Jahr 1743.
Entstehung
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168 Samlung Merkwürdiger XleösUlsn._

pe oder Schottorp: welcher der ersten Zusammenkunft, ja vollends Trau-ung der Königlichen Brautleute gewiedmet war. Der König erschien zuerst im Jägek Habit: nur wird der Ort öivers angegeben: denn einigenNachrichtens zu Folge geschah die encrevue erst in dem gedachten Schloß,nach änderst schon zuvor auf dem Hinweeg der Königin. Der Empfangwar auf des Königes Seite nicht allzu verliebt, sondern zugleich reciräe.und mus Äbermal Gyldenstiern die Schuld haben, daß erihnalsoinlkl-u-iret, und ihm fleissig eingepräget, der Königin sich nicht ganz zu ergeben,viel weniger conticienr gegen sie zu werden. Alsdenn ertheileke der Kö-nig den gedachten Dänischen Geländen auclienr: da er sich aber inzwi-schen umgekleidet, und einen Kleid und Mantel von Silberstuck angezogen hatte, aucheinen Hut mit einer weisen Feder trug. Abends um 7. Uhr crfolgete die Trauung.Indem dazu bestirnten Zimmer war ein Thron und bsläaclün mit zwey Sesseln errich-tet, noch drey andere aber, für die verwittibte Königin und Dänischen Befanden, ge-stellet. Der König fand sich allda zu erst ein: so denn folgere die Prinzessin unter demKlang der Trompeten und Pauken. Der Reichs Marsch«! Graf Qxenstiern trat ihrmit dem silbernen Scepter vor: die Dänischen Gesanden führetcn sie, und die verwit-tibte Königin folgete: auf dem Thron aber erwartete sie der König, und empfieng sie:So denn verrichtete der Bischvffvon GothlandHagenspiegeldieTrauung,unter einervon vier Lammerherren gehaltenen Himmeldecke: worauf den Anwesenden Wein undAuckerwerk praessmiret wurde. Mehrere Ceremonien kuntcn an diesem kleinen undunbeqvemen Ort nicht beobachtet werden : denn hierauf lecirsstc sich der König mitseiner neuen Gemahlin, hielt sich aber dieseersteVrauttracht nicht langeralskaum dreyStunden allein bey ihr auf: welches man auch einem geheimen Unterricht zuschrieb.Folgenden Tag wurden dieZrakularioncs von dem ganzen Hof abgestattet: den 8- dtsj.aber erhub man sich nach Halmstadt, allwo einige Tage zugebracht worden: woraufdie Dänischen Gesanden wieder zurück nach Dänemark, der König aber über Gothcn-bürg, und die beeden Königinen geraden Weeg nach Stockholm, giengen.

Ob nun schon der König auch nach der Hand eben nicht allzu oft um seine Gemah-lin war, noch viel weniger sie einiger Staats Geheimnise theilhaftig machete; so er-gab sich doch aus allem übrigen, daß sie sich beede herzlich liebeten, und eine recht ver-gnügte Königliche Ehe führeten: wozu die Bescheidenheit der Königin nichtwenig bey-trug : znmalda auch der übelbeschriebene Rathgeber Gyldenstiern gleich in dem erstenJahr mit Tod abgieng. Es zeugen auch von ihrer Liebe die wiederholten Kindbette:sintemal die Königin ihrem Gemahl mit s. Prinzen, davon aber 4. gar bald wieder er-blcicheten , und nur der einige nachmalige gross König Larolus xil. seine Jahre er-reichet-, und zwey Prinzessinn:, tzcdwig Sophia, nachmal vermählter Herzogin vonHolstein, auch Grosmutter des jetzigen Grosfürsien in Rußland, und Ulrica Eleono-re der lezt verstorbenen Königin.

Ich habe mir zwar verschiedenes zu sagen vorgenommen: jedoch das Ende desBogens übereilet mich abermal: daher nur mit zwey Worten beyfüge,daß sie,;u grosemLeid des ganzen Königreiches,frühzeitig,den is. äu§. K. n. 169;. mit Tod abgegangen.Die Beerdigung desto prächtiger zu machen , wurde ein Reichstag angestellet, undalsdenn der Königliche Leichnam in der Ritterholms Kirche beygesetzet.

Furores: tzolbergs Danncmark Norwegische Reichs und Staats Historie, Lu-Lolphs Schaubühne, Frankfurther llelscion 8cc._

Den r6. ülsj. 174z.