Band 
Siebendes Jahr 1743.
Entstehung
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» 74 ?. ?r. LV-che.

natürlichen Ursachen hätce herrühren können , sondern alles der Überle-gung eines vernünftigen Lesers selbst überlasten wird. Die Sache istdiese: In einer Nacht , da ihm des Tages zuvor zwey Jesuiten zugespro-chen , und,unter andern, ihmchedeutet, daß sie ihn in ihr Gebet einschlieft»und so denn wieder kehren würden,hatte er um Mitternacht wachend aller-hand Erscheinungen: vornemlich sahe er einen Mohren auf einem kohl-schwarzen Pferd, welcher Feuer ausspeyete, das doch, ehe es ihn errei-chen , verlosch. Hierauf schlief er gegen Tag ruhig ein, und hören eineangenehme Stimme: Lrvs ne ribr conrinAL«: 6eur 8pierae. Hüte dichL>aß es dir nicht ergehe wie dem Gpira. Als er hierüber erwachet,und seine Gedancken hatte, kunte er sich, welches wol zu merken, nichtgleich erinnern wer der 8p!r» wäre, oder was die ganze Rede sagen wol-le, sondern schlief nochmal ein, da ihm eben diese Stimme noch süser vordie Öhren kam: worauf er sich erst der betanken Historie des kr-sncite!Spirae. welcher, wegen verlaugneter Wahrheit des LvsnZelü. in Ver-zweiflung gerathen, erinnerte. Den folgenden Tag kamen die Jesuitenwieder, und beklageten sich, daß Ihre Fürbitte vergebens gewesen: desNachmittages psmrete die oberzählte sSaire mit der verdächtigen Fla-sche , und einige Tage darauf geschahe die Erledigung.

Dreft zu bevördern gaben sich viele berühmte und vorneme Perfiduen, deren Briefe noch bey Handen, be»> verschiedenen Cardinälen, undandern Päbftlichen kiimlkris, groft Mühe: ja es fehlete nicht an hohenund höchsten intSk-LeiHonen. Churfürst kuZulkus von Sachsen, alsdes alten LsmerLrii Landesherr, incer-pomrete sich bey dem KaiserlichenHof, Herzog Albertus von Bayern aber unmittelbar durch eigenhändigesSchreiben bey dem Pabst: und selbst Kaiser Klsximillsnur that solchesdurch seinen Geländen zu Rom krolperum Grafen von ^rco auf daskräftigste. Jedoch es fruchteten alle diese wichtigen Bemühungen nichts:ein ungefährer Zufall , woran alle Freunde Lsmersrii nicht gedachten ,noch die geringste Schuld hatten, veränderte das ganze rkeari-um. Derdamalige Päbstliche blumig zu Wien war der nachmalige Cardinal, velpkinus Bischoff von kkar» : dessen Canzler LnroniusLuckius. ein Niederländer, hatte bey dem Lciminilkracore zu Magde-burg, 8'sismunäo von Brandenburg, einige Verrichtungen, und nahminsonderheit allda wichtige Geldsummen mit sich: welches, wie der Aus-gang gab, verrathen wurde. Dieser besuchete in dem Ruckweeg den al-ten ^osclümum Omerarium, und zwar nicht für sich, sondern aufBe-fehl seines Herrn des klumüi, von dem er auch ein Schreiben, und or-dentliches creäenci»ls, vorzeigere: dessen Inhalt ich nicht kürzer als mit

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